Zero SR/F versus Lightning Strike

Erst einmal die entscheidenden Fakten:

Bildquelle: Zero Motorcycles

Zero SR/F

  • Reichweite: 259 km (innerorts)
  • Leistung: 110 PS
  • Drehmoment: 190 Nm
  • Gewicht: 220 kg oder 226 kg

 

Bildquelle: Lightning Motorcycles

Lightning Motorcycle Strike

  • Reichweite: 169 bis 241 km
  • Leistung: 91 PS
  • Drehmoment: 244 Nm
  • Gewicht: 206 kg mit 10 kWh-Akku und 211 kg mit 15 kWh-Akku

Mal abseits der anderen möglichen Anwendungszwecke eines Motorrades, geht es uns großen Jungs doch nur darum, wer wirklich das schnellste und vor allem das am meisten absurd brutalst schnell beschleunigende Motorrad hat. Alles andere ist eh ein Fall fürs Auto. Und so wie es aussieht, haben die Knalltüten-Motorräder da jetzt ausgedient!

Wer will noch eine BMW S 1000 RR mit lächerlichen 113 Nm, oder eine KTM 1290 Super Duke mit bescheidenen 141 Nm ?

Wenn es 244 Newtonmeter gibt! Und die ab ‘Standgas’!

Selbst die ‘kleine’ Zero SR/F hat davon noch 190 Newtonmeter zu bieten! Ernsthaft: Wer will da noch ein Moped mit einem Explosionsmotor? Das macht im Motorradquartett keinen Stich mehr und am Stammtisch versteckt man sich mit so etwas am besten hinter einem großen Mass Bier. Außerdem stinkt es! Und ist umweltschädlich! Ihh Bäh!

Wer jetzt also für derartige Vergleichskämpfe gerüstet sein will, der sucht sich gleich etwas Schönes bei den Elektronenraketen heraus. Und da kommen die beiden im Titel genannten Mopeds gerade recht. Aber welches ist nun das Bessere?

Die Reichweite interessiert hier auch nicht besonders. Allerdings wirkt sie sich auf das Gewicht aus. Weniger Reichweite bedeutet meist auch kleineren Akku und da der sauschwer ist, wirkt sich das natürlich auf das Leistungsgewicht aus. Wir wollen darum den leichtesten Akku. 🙂

Da stehen sich dann 220 kg (Zero) gegen 206 kg (Lightning) gegenüber. Oder 190 gegen 241 Newtonmeter. Noch Fragen?

Ja, eine: Wer ist in der Lage diese gewaltige Kraft auf den Boden zu bringen, ohne das sich der Hinterradreifen als endloser Klebe-Kaugummi auf dem Asphalt breit macht? Oder der Fahrer selbst im vierten Gang, oder so, noch einen Wheelie mit anschließender Variation eines doppelten Rittbergers macht?

Richtig: Die Antriebsschlupfregelung. Aber wer will denn noch selbst fahren?

🙂

Mai Thi Nguyen-Kim im Thalia in Darmstadt

Seit ein paar Monaten bin ich ein großer Fan von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. Sie ist eine promovierte Chemikerin und als solche hätte ich mich normalerweise Null für sie interessiert. Sie taucht allerdings in der Videoübersicht von Terra X Lesch & Co auf und das ist für mich eine echte Empfehlung, denn ich bin auch ein großer Fan von Professor Harald Lesch. Eines der ersten Videos, welches ich von ihr gesehen habe, ist:

Dort legt sie sich mit Prof. Karin Michels von der Uniklinik Freiburg auf wissenschaftlich gesicherte Weise an, die mir sehr imponiert hat.

Sie betreibt in Verbindung mit funk mehrere Youtube-Kanäle. Der ursprünglich unter ‘schönschlau’ betitelte Kanal läuft jetzt unter der Bezeichnung ‘maiLab‘.

Der ältere, aber der, meiner Meinung nach, weniger formalisierte und damit nettere, Kanal von ihr ist ‘The Secret Life Of Scientists‘.

Und auch auf ‘Terra X Lesch & Co‘ ist sie mit einzelnen Videos vertreten.

Nach dem Kokosöl-Video sah ich mir ihre Videos über CRISPR an, da mich dieses Thema auch sehr interessiert.

Nach ihrer Promotion entschied sie sich dafür, vermutlich schweren Herzens, Wissenschaftsjournalistin zu werden. Keine schlechte Entscheidung, wie ihre unzähligen Videos beweisen. Außer Lesch kenne ich niemanden, der Wissen bzw. Wissenschaft so anschaulich aufbereitet, wie Mai Thi. Man möchte ihr am liebsten ständig Fragen hinwerfen, die sie doch bitte sofort auf ihre Art aufbereitet, erklärt und beantwortet. 🙂

Wenn man heutzutage hört und sieht, wie scheinbar gebildete Menschen Schwachsinn verzapfen, kann es einem schlecht werden. Da ist es unbedingt erforderlich, dass wieder mehr wissenschaftliche Methodik in unser aller Bewusstsein dringt.

Denn leider wird manchmal unter dem Deckmantel der Wissenschaft falsches Wissen vermittelt. Da es aber ‘Wissenschaftler’ oder andere, scheinbar gebildete Leute (zum Beispiel Ärzte) gesagt haben, oder weil es in einem Magazin oder auf einer Webseite mit Hinweis auf eine wissenschaftliche Studie geschrieben wurde, glauben die Menschen es. Das ist dann natürlich fatal! Diese Menschen sind ja auch wieder Meinungsverbreiter und schnell wird das falsche Wissen in der Öffentlichkeit weiter verbreitet.

Es anschließend wieder aus den Köpfen heraus zu bekommen und durch die Wahrheit zu ersetzen, ist sehr schwierig. Passiert dies fortwährend und leider ist das schon längst so, erodiert im Laufe der Zeit auch der Glaube an die Wissenschaft. Dann passiert es, dass ein Teil der Öffentlichkeit gegenüber wissenschaftlich fundierten Aussagen skeptisch wird und schon lebt die flache Erde wieder. Wir müssen darum alles tun, dass wissenschaftliche Studien nicht für die Verbreitung von falschem Wissen verwendet werden und wir alle mehr davon verstehen, was wissenschaftliches Arbeiten eigentlich bedeutet.

So wie ich Mai Thi verstanden habe, ist dies der wesentliche Grund für ihre Entscheidung Wissenschaftsjournalistin zu werden und mit ihren Mitteln darauf hinzuarbeiten, dass wir alle in die Lage versetzt werden, kritischer mit dem umzugehen, was wir alltäglich im Internet und auch sonst so vorgesetzt bekommen. Und im Idealfall Unsinn erkennen und nicht jedem dummen Hype hinterherrennen.

Ein anderer gedanklicher Ansatz sich mit Wissenschaft zu beschäftigen, ist die Idee, alles um uns herum als Moleküle zu betrachten. So hat man eine Art Lego-Baustein, mit dem man nahezu alles bauen, aber auch erklären kann. Ich denke, dieser gedankliche Ansatz hat Mai Thi zu ihrem Buch ‘Komisch, alles chemisch!’ bewogen, welches zur Zeit auf Platz 2 der Spiegel Bestseller im Bereich Sachbuch ist.

Als ich auf Instagram davon erfuhr, dass Mai Thi demnächst in Darmstadt im Thalia eine Lesung hält, wollte ich auf jeden Fall hin, um sie einmal persönlich zu sehen. Das war gestern Abend.

Ich war noch nie vorher in meinem Leben auf einer Lesung und darum sehr gespannt, wie das abläuft. Die Lesung sollte um 18:00 Uhr beginnen und darum war ich schon um 17:00 Uhr da, damit ich ja nichts verpasse und mir vielleicht einen guten Platz organisieren kann. Gleich nach meiner Ankunft im Thalia kaufte ich mir Mai This Buch und vergewisserte mich bei der Verkäuferin, dass ich es auch signieren lassen kann.

Im hinteren Bereich vom Thalia, da wo auch die Fachliteratur zu finden ist, waren einige Reihen Stühle aufgestellt und ein paar wenige junge Leute saßen schon da. Die meisten Stühle waren aber noch unbesetzt und ich entschloss mich, erst einmal in den Bücherregalen zu stöbern.

Mit einem Buch über agile Methoden suchte ich mir dann einen Platz in der dritten Stuhlreihe in der Mitte, so dass ich eine optimale Position für Fotos oder Filme hatte.

Während ich las, kamen immer mehr Menschen und setzen sich auf die Stühle. Es wurden so viele, dass das Personal vom Thalia noch viele Stühle holen musste. Und irgendwann saßen sogar ein paar Leute neben mir auf dem Boden zwischen den Stühlen. Neben mir saß eine junge Chemikerin und unterhielt sich lautstark mit ihren Bekannten. Nach der Lesung wollte sie ins Cafe Chaos gehen.

Um etwa 17:30 Uhr kam Mai Thi vorbei, lächelte freundlich und prüfte das Mikrofon. Dann verschwand sie wieder.

Einmal erschien ein älterer Herr mit asiatischen Gesichtszügen und suchte nach einem unbesetzten Stuhl. Aber nicht er wollte da sitzen, sondern er führte anschließend eine ältere Frau mit langen grauen Haaren zu dem Platz. Ich vermute, dass waren Mai This Eltern. Später habe ich mich nur gewundert, dass der Herr wieder verschwunden war, zumindest konnte ich ihn nirgends mehr sehen.

Insgesamt eine nette Stimmung und ich wollte gerne noch einmal so jung sein und noch einmal studieren.

Pünktlich um kurz nach 18:00 Uhr kam schließlich Mai Thi. Sie war genau so, wie man sie von ihren Videos her kannte. Scheinbar entspannt, freundlich und ohne sich auch nur einmal zu verhaspeln, zeigte sie am Anfang ein paar von in ihrer Kindheit gemalten Bildern, die mit Text versehen waren und zeigten, dass sie schon damals Autorin werden wollte. Und schon hatte sie uns in ihren Bann gezogen.

Die Lesung selbst war eine Mischung aus scheinbar freiem Erzählen, aufgelockert mit kurzen Passagen, die sie direkt aus ihrem Buch vorlas. Am Ende bekam sie von einem jungen Mann, ich denke es ist ihr Ehemann gewesen, eine Ukulele gebracht, mit dem sie ein kurzes Lied über Chemie präsentierte. Ich habe es für Euch aufgenommen und auf Youtube gestellt:

Anschließend konnte man sein persönliches Exemplar von ihrem Buch von ihr signieren lassen. Dazu reihte ich mich schnell in eine gerade entstehende Menschenschlange ein und wartete geduldig darauf, bis ich an die Reihe kam. Vor mir kam eine junge Frau dran und brachte Mai Thi ein Cookie mit, welches Mai Thi ein charmantes Lächeln entlockte. Dies war offensichtlich eine Reminiszenz an Mai This Keksemojis, die sie manchmal für richtige Antworten in ihren Kommentaren vergibt.

Nun bin ich stolzer Besitzer von meinem ersten Buch mit persönlicher Signierung der Autorin! Und Mai Thi hat sich ihren Kindheitswunsch mehr als erfolgreich verwirklicht. Bitte unterstützt sie auf ihrer Mission, den Menschen wieder mehr Neugier auf die Funktionsweise dieser Welt zu vermitteln und sie mit echten wissenschaftlichen Methoden zu stillen!

 

Michelstadt Mi1

  • Am Karfreitag habe ich den Mi1 gefahren und habe davon einen Film erstellt. Ihr findet ihn hier:

Im letzten Winter traf ich in ‘Röders Hütte’ in der Nähe von Reichelsheim einen Mountainbiker, der mir von einer tollen neuen Strecke mit vielen und langen Trails bei Michelstadt erzählte. Das hatte ich mir gemerkt und jetzt war der Zeitpunkt gekommen, die Strecke einmal auszuprobieren. Die Strecke ist die neue Geo-Naturparkstrecke Mi1, die am 19.5.2019 offiziell eröffnet wird. Im Film sind nur die Trails zu sehen.

Die Trails sind möglicherweise nichts für Hardcore-Downhiller, aber vermutlich gerade darum für sehr viele Mountainbiker geeignet. Die Strecke ist ehrlich, es sind keine gemeine Stellen enthalten. Wer ab und zu Teilstücke zu Fuß geht, kann sie sich auch als Anfänger einmal ansehen (aber macht Platz für Biker, die gerade runter kommen) und für die Versierteren unter uns, gibt es viele kleine und größere Schanzen für Sprünge oder Drops. Ich selbst bin eher so der Durchschnittsbiker, darum erwartet nicht zu viel Speed im Film. 🙂

Fast 30 Minuten Trails! Hammer!

Gefahren mit Ghost AMR Lector 9500: https://www.bike-magazin.de/mountainb…

Gefilmt mit GoPro Hero 6, dem Vorgänger der Hero 7: https://amzn.to/2vm9lbm

Mein Artikel über die GoPro Hero 6: https://tinkerpete.wordpress.com/2018…

 

Meine Garmin Watch Faces

Für einige Smartwatches der Firma Garmin ist es möglich ein eigenes ‘Watch Face’ zu erstellen. Dabei handelt es sich um ein – im klassischen Sinne – Ziffernblatt. Das heißt, es ist möglich ein völlig eigenes Ziffernblatt zu programmieren und anschließend auf die Smartwatch zu laden.

Connect-IQ

Sieht man im Internet auf der Garmin Seite Connect-IQ nach, finden sich bereits Tausende von Watch Faces, die man einfach auf seine Garmin Smartwatch laden kann. Normalerweise macht man das aber über ‘Garmin Connect’, das ist die zu jeder Garmin Smart Watch gehörende App. Dort gibt es einen Menüpunkt, mit dem man ein Watch Face komfortabel auswählen und auf der Smartwatch installieren kann. Auf der Smartwatch selbst kann man mehrere, schon installierte Watch Faces über den Menüpunkt ‘Displaydesign’ auswählen und aktivieren.

Eine Zeit lang macht es richtig Spaß die verschiedenen Watch Faces auszuprobieren. Es gibt so viele Verschiedene! Teilweise sind die nicht nur unterschiedlich gestaltet, sondern haben völlig neue und interessante Funktionen. Es gibt zum Beispiel eine, die eine miniaturisierte Weltkarte darstellt und darauf den Sonnenverlauf zeigt. Oder eine, die eine grafische Balkendarstellung der Herzfrequenzzonen zeigt. Und selbstverständlich kann man zwischen unzähligen Analog- und Digital-Watchfaces auswählen.

Wer gerne etwas Persönlicheres haben möchte, kann sich mit Hilfe der ‘Garmin Face It’-App aus einem mit dem Smartphone aufgenommenen Foto ein individuelles Watch Face machen!

Eigene Watch Faces

Wem das alles nicht genügt und etwas programmieren kann, der kann einfach sein eigenes Watchface programmieren. Über die Weihnachtszeit bekam ich Mega-Lust mir mein ganz eigenes Watchface zu erstellen. Selbstverständlich dachte ich, dass meines das Beste sein wird und in der Connect-IQ Liste mit den beliebtesten Watch Faces nach kurzer Zeit ganz oben erscheinen wird!

Mit 240×240 Pixeln haben die Garmin Smartwatches nicht ganz so viele Pixel wie die schärfsten Konkurrenten wie zum Beispiel die Samsung Galaxy Watch mit 360×360 Pixeln oder der Apple Watch 4 mit 312 x 390 (40 mm Display) bis zu 384 x 480 (44 mm Display) Pixeln. Aber aus einem normalen Abstand von ca. 30 cm ist das kaum zu erkennen. Und Garmins transreflektives Chroma Display bleibt halt dauerhaft sichtbar.

Trotz der geringeren Auflösung ist es möglich, nahezu jede denkbare Idee als grafische Darstellung auf dem Display zu realisieren. Mein Grundidee war es, die für mich am Tag am häufigsten aufgerufenen Werte jederzeit, und in einer angenehmen Größe sichtbar, anzuzeigen.

Daraus ergab sich eine Viertelung des Anzeigekreises mit einem fetten Streifen in der Mitte, der zur Anzeige der Zeit dient.

Ein guter Startpunkt für Entwickler ist der Programmer’s Guide von Garmins Seiten für Entwickler. Entwickelt wird am besten mit Eclipse. Von Garmin gibt es dazu ein passendes SDK und programmiert wird in Monkey C. 🙂

Tipps

Theoretisch kann man alles in Monkey-C programmieren. Aber für bestimmte Darstellungen ist das ziemlich aufwendig. Wer sich mit einem Vektor Zeichenprogramm wie Corel Draw oder Inkscape auskennt, der kann statische Anteile des Watchfaces damit zeichnen, als PNG exportieren und anschließend einfach auf dem Display anzeigen!

Mit Inkscape habe ich auch die Icons gezeichnet und exportiert.

Mit BMFont kann man aus Truetype-Zeichensätzen passende Bitmap-Zeichensätze für die Watch Face Programmierung erzeugen. Hier ist ein nettes Tutorial dazu.

Bemerkenswertes

Man kann nicht nur Watch Faces programmieren. Sondern richtige kleine Anwendungen. Die nennen sich dann Widgets oder Device Apps. Aber soweit wollte ich nicht einsteigen. Ich habe genug anderes zu tun. Es gibt aber eine Sache, die meiner Meinung nach noch unbedingt erwähnenswert ist. Dies ist die Aktualisierungsrate des Displays, sie wirkt sich nämlich wirklich entscheidend auf den Stromverbrauch aus.

Mehr oder weniger zufällig hatte ich beim Ausprobieren von Watch Faces immer welche gewählt, die aufwendige Funktionen besaßen oder zumindest eine sekündliche Aktualisierung hatten. Das führte dazu, dass ich die Smartwatch spätestens alle 4 bis 5 Tage aufladen musste. Mein eigenes Watch Face (und natürlich viele andere auch) unterstützt keine sekündliche Aktualisierung und läuft darum wesentlich länger. Ich habe es nicht genau gemessen, aber manchmal scheinen über den Tag nur knapp 10 % Energie verbraucht werden!

Meine Watch Faces!

Quadrant

Ein Anwender meines Quadrant-Watch Faces fand es gut, wollte aber eine dunklere Darstellung. Darum entwickelte ich noch eine ähnliche Designvariante mit deutlich dunkleren Farben und nannte sie Quadrant Dark.

Quadrant Dark

Leider haben es meine Watch faces bis jetzt nur ins Mittelfeld der beliebtesten Watch Faces geschafft. Aber sie werden verwendet und das macht mich ein ganz kleines bisschen stolz! 🙂