Mini Maker Faire Darmstadt am 23.02.2019

Am letzten Donnerstag erinnerte ich mich aus irgendeinem Grund an meinen Besuch der Maker Faire 2016 in Frankfurt. Mir viel ein, wie gut es mir dort gefallen hatte und auf einmal hatte ich große Lust, wieder einmal eine Maker Faire zu besuchen. Ich sah gleich im Internet nach und war völlig überrascht, dass schon 2 Tage später eine Maker Faire in Darmstadt sein sollte! Da wollte ich hin…

Während wir Nerds im Alltag oft belächelt werden, ist das auf einer Maker Faire überhaupt nicht der Fall. Hier finden wir uns unter Gleichgesinnten wieder. Hier müssen wir nicht darüber nachdenken was wir wem wie sagen, sondern können ungehemmt unserer Faszination an der Technik nachgeben. Kurz: Hier fühle ich mich wohl!

Der Eintritt kostete 15 Euro. Ich musste ihn bezahlen, da ich nicht bereit war, meine EMail-Adresse für einen Newsletter zur Verfügung zu stellen. Sonst hätte ich auch umsonst auf die Maker Faire dürfen.

Brachiale Beschleunigung

Gleich der erste Stand erforderte meine volle Aufmerksamkeit, da dort ein Elektro-Sportmotorrad aufgestellt war. Ich fahre selbst Motorrad und erwäge schon länger, mir ein Elektro-Motorrad zu kaufen. Zum Beispiel die Zero SR. Das ‘Projekt Gauss’ des Fachbereichs EIT (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Hochschule Darmstadt. Das ausgestellte Motorrad hat maximal 60 kW (82 PS) und eine Drehmoment von 120 Nm! Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, dass das Drehmoment für die Beschleunigung entscheidend ist. Und 120 Nm sind deutlich mehr, als zum Beispiel eine Honda CB1000R maximal aufbieten kann! Noch dazu baut sich das Drehmoment bei einem Explosionsmotor erst mit der Steigerung der Drehzahl auf. Beim Elektromotorrad hingegen ist das maximale Drehmoment unmittelbar beim Start vorhanden. Dies bedeutet in der Praxis eine brachiale Beschleunigung und für den Motorradfahrer jede Menge Spaß!

Durch das geringe Gewicht von nur 170 kg verspricht das ausgestellte Bike ein sehr gutes Handling zu haben und darum beim Fahren viel Freude zu bereiten, wenn nicht der kleine Akku von 4.5 kWh, den ganzen Spaß auf knapp 30 km, unter Rennbedingungen, begrenzen würde. Doch die Hochschule arbeitet bereits an einem Nachfolger, der mit 4-facher Akkukapazität, 110 ständig bereiten kw (150 PS), 200 maximalen kw (272 PS) und 500 Nm (!) möglicherweise in völlig neue Dimensionen vorstoßen wird.

Mir ist aufgefallen das die bisherige Maschine aus meiner Sicht ein ausgesprochen schönes Design hat. Das sicherlich an Supersportlern oder Rennmaschinen mit Explosionsmotoren angelehnte Design macht es im ersten Moment schwer, die Maschine überhaupt als Elektromotorrad zu erkennen.

Bei den im Rennsport üblichen extremen Bremsmanövern wird üblicherweise sehr viel Energie in Wärme umgewandelt. Hier versucht das Forschungsprojekt ‘Gauss’ mit einer Energie-Rückgewinnungsanlage, diese bei herkömmlichen Motorrädern verlorene Energie, aufzufangen und für die weitere Fahrt zur Verfügung zu stellen. Dieses, mir als Rekuperation bekannte Verfahren, ist allerdings nicht neu und wird auch schon in simplen E-Pedelec seit Jahren eingesetzt.

Autonom rasen

Gleich gegenüber wurde meine Aufmerksamkeit von einem Monitor gefangen genommen, auf dem sich eine mäandernde Gitterkonstruktion durch ständig neue Teilstücke zu einem unbekannten Ziel hin fortbewegte. Bei genauerem Betrachten des Monitors konnte ich auch noch eine Punktekurve erkennen, deren Verlauf im Bild aussah, wie die von einem Bauern mit der Hand ausgestreuten Samen, die in einem Kreisbogen vor der Gitterkonstruktion landen.

Was ich da sah, war die grafische Visualisierung der von einem Intel i7 und einer GTX 1060 visualisierten Daten, die über ein Lidar-System und eine Kamera erfasst werden. Dabei werden über 600000 Punkte in Echtzeit verarbeitet!

Das Ganze dient der autonomen Steuerung eines Rennwagens für die Klasse ‘Formula Student Driverless’ (FSD), an der die Hochschule teilnimmt. Die dafür verwendeten Rennwagen stammen wohl vom ‘TU Darmstadt Racing Team’, kurz Dart Racing, ab. Einer der Wagen war einen Stand weiter ebenfalls zu betrachten.

Einen humanoiden Roboter selbst bauen?

Das ‘InMoov’-Projekt habe ich schon einmal im Januar 2016 auf der Make Rhein Main in Frankfurt gesehen. Sieht man auf der Webseite nach, scheint sich seither aber nicht mehr viel an der Grundidee getan zu haben. Allerdings ist der Gedanke, mit den mittlerweile weithin verfügbaren 3D-Druckern seinen eigenen Roboter zu bauen, für uns Nerds nach wie vor verführerisch.

Das es tatsächlich geht, zeigt der ausgestellte Roboter ‘InMoov’, dessen sämtliche Teile mit einem handelsüblichen 3D-Drucker gedruckt wurden. Mittlerweile wurde der Roboter um eine Spracherkennung und eine Sprachausgabe ergänzt.

Auf der Webseite ist auch von einer noch einzubauenden Gesichtserkennung mit Hilfe von OpenCV die Rede, ich bin mir aber nicht sicher, ob die im ausgestellten Roboter schon implementiert bzw. aktiv war.

farmrover

Im Flyer steht: ‘roams farm tracks and forest roads autonomously to count birds and measure wireless network reception in the “field”‘. Ich denke davon ist der Kleine noch ein ganzes Stück entfernt, dennoch hat mir gerade dieses Projekt sehr gut gefallen.

Marcus Conrad Behrens hat einen Fahrroboter konstruiert und gebaut, der einmal alleine die Waldwege entlang fahren soll und dabei verschiedene Aufgaben erfüllen kann. Damit ihn eventuell begegnende Spaziergänger aufgrund seiner Putzigkeit und, vor allem wegen seinem eingebauten Lidar-System, nicht einfach mitnehmen, soll er tagsüber auf einer sonnigen Waldwiese über Solarzellen seinen Akku aufladen und dann nachts seinen Job erledigen.

Die Besonderheit dieses Projekts sind die klug neben dem Lidar angeordneten Spiegel, die es ermöglichen, dass der Roboter ganz verschiedene Perspektiven ‘sieht’, mit denen er seine Umgebung erkennen und völlig autonom seinen Weg bestimmen kann.

Im Gespräch mit Markus erzählte er von den besonderen Herausforderungen, die ein Projekt mit sich bringt, welches wirklich autonom und ‘outdoor’ funktionieren muss. Ich denke da insbesondere an die Stromversorgung und ich denke nicht, dass es ihm bei der vom farmrover benötigten Energie (es sind immerhin kontinuierlich zwei Motoren zu bewegen und etliche Sensoren abzufragen) so schnell gelingen wird, über den Tag genügend Energie für eine ganze Nachttour zu sammeln.

Mir hat am farmrover noch die Anbindung des GPS-Sensors gefallen, die einfach über ein ‘angebapptes’ Breadboard mit einigen Steckbrücken realisiert wurde!

Rocket science technology?

Was möglich wird, wenn ganz verschiedene Gruppen von Menschen miteinander ins Gespräch kommen, zeigt die Zusammenarbeit einiger Studenten der Goethe Universität Frankfurt am Main mit dem Hackerspace FFM. Ich versuche das einmal zu rekapitulieren:

Die Studenten haben sich am ‘Überflieger’-Wettbewerb des DLR Raumfahrtmanagements beteiligt und gewonnen. Sie wollen untersuchen, wie unter den Bedingungen, wie sie am Anfang unseres Universums herrschten, neue Stoffe entstehen können. Dazu erdachte einer von ihnen ein Gerät, welches in einer Vakuumkammer, die große Ähnlichkeit mit einer Glühbirne besitzt, verschiedene Partikel eines Stoffes enthält. Die Partikel können über zwei ebenfalls in die Kammer hinein ragenden Elektroden ‘gezündet’ werden. Eine Zeiss-Kamera ist so im Gerät angebracht, dass die Vorgänge in der Kammer mit mikroskopischer Auflösung beobachtet werden können. Das alles ist zusammen mit einem Raspberry Pi in ein etwa 10 x 10 x 15 cm großes Kästchen montiert.

Für die Bewerbung entwickelten die Studenten einen mit einem 3D-Drucker gedruckten Dummy. Nachdem sie gewonnen hatten, entwickelten sie einen funktionierenden, aber noch nicht endgültig in Form gebrachten, Prototyp, der schließlich zum endgültigen Gerät führte. Diese wurde mit einer Antares-Rakete zur ISS gebracht, dort führte Alexander Gerst die im Gerät verbauten experimente durch und dieser Tage kommt das Gerät wieder mit einer Dragon-Kapsel von SpaceX zurück zur Mutter Erde.

Für die Steuerung der Elektroden und der Kamera benötigt man eine passende Software, die vom Hackerspace FFM entwickelt worden ist.

Möglicherweise, ich bin mir da nicht sicher ob ich alles richtig gehört und verstanden habe, ist auch noch ein LoRa-Funksystem eingebaut. Zumindest wurden während des Experiments Daten zur Erde gesendet. Ob die nun direkt vom Gerät kamen oder von der ISS, habe ich leider nicht gefragt.

Die Studenten durften sogar beim Start der Antares-Rakete vor Ort sein!

Wie geil ist das denn?

Ein Experiment zur Entstehung der Erde, in Zusammenarbeit mit dem DLR, der Nasa, unter Einsatz einer Antares-Rakete, einer Dragon-Kapsel von SpaceX und einem Raspberry Pi? Da muss doch jedem Raumfahrt-Begeisterten, jedem Hacker, jedem Maker das Herz aufgehen, wenn er da dabei sein darf! Und ich durfte heute einmal kurz von weitem daran schnuppern!

The Real Life Guys

Mein persönliches Highlight auf dieser Maker Faire waren ‘The Real Life Guys’! Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich sie auf Youtube mit diesem Video entdeckt und bin seither bestimmt einer ihrer größten Fans. Welche Lebenslust muss in den beiden stecken, dass sie mitten im Winter zusammen mit ihrer Schwester in einem zugefrorenen See baden gehen?

Beim Badewannen-Uboot kam ich schon ins Grübeln, ob die eigentlich wissen was sie da tun. Mit ihrem Video über Regeln haben sie mir aber gezeigt, dass sie über das nachdenken, was sie machen.

Meine Highlights sind:

The Real Life Guys verkörpern einen Lebenshunger, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen habe. Sie zeigen uns auch heute noch, was man in der realen Welt alles machen und erleben kann. In meiner Liste sind viele extreme Sachen. Die meisten Zuschauer sind davon am meisten beeindruckt. Dabei geht ein wenig unter, dass sie zum Beispiel eine Reise durch die USA per Anhalter gemacht haben oder mit einem selbst umgebauten Transporter und einigen Freunden eine Reise nach Italien unternommen haben.

Da ich selbst gerne mit Zelt und Motorrad unterwegs bin, weiß ich mit wie wenig Gepäck man auskommen kann und auf was es im Leben wirklich ankommt.

Ich jedenfalls habe mich sehr gefreut, dass ich die Zwillinge einmal persönlich getroffen habe. Sie waren sehr umschwärmt und mussten vielen Besuchern viele Fragen beantworten. So konnte ich nur mit einem von ihnen reden und auch nicht alles los werden, was ich gerne noch von ihnen gewusst hätte.

The Real Life Guys sind Maker allerfeinster Güte, auch wenn sie ohne Raspberry Pi und Arduino auskommen. Das sie trotz des unbändigen Freiheitsdrangs auch etwas von Youtube und Co. verstehen, zeigen sie mit ihren Videos. Die sind sehr gut geschnitten, man merkt, dass sie schon beim Bauen Ihrer Projekte wissen, was in einem Video zu sehen sein muss und wo es Sinn macht, sind auch einige Sekunden Quadcopter-Aufnahmen dabei.

Nette Leute 1

Als ich gerade so herum stand und die Druckerzeugnisse eines 3D-Druckers betrachtete, hörte ich wie eine Dame mittleren Alters sinngemäß zu ihrem Begleiter sagte: “Wie die das wohl hinbekommen haben, dass es so glänzt?”. Sie bewunderte vermutlich gerade einen von zwei ausgedruckten Fröschen. Der eine hatte die typische 3D-Druck Oberfläche, bei der man den Aufbau aus einzelnen Schichten sehen kann, während beim zweiten Frosch, der in der Form und von den Abmessungen identisch war, davon nichts zu sehen war.

Ich erinnerte mich daran, dass ich irgendwo einmal gelesen hatte, dass es mit Aceton möglich war, die Kanten der Schichten so aufzulösen, dass sie miteinander verschmelzen. Ich sprach meine Gedanken aus und schon war ich mit der Dame im Gespräch. Schließlich stellte sich heraus, dass sie so einen Frosch als Weihnachtsgeschenk ausgedruckt hat. Ich meine ‘Wie cool ist das denn?’: Hätte ich die Frau bei uns im Edeka gesehen, hätte ich niemals daran gedacht dass sie einen 3D-Drucker besitzt und damit Weihnachtsgeschenke ausdruckt! Solch interessante Leute trifft man auf eine Maker Faire und darum fühle ich mich hier so wohl.

Nette Leute 2

Unter einem der Standtische kaum zu sehen, war eine Art holographisches, sich ständig in Bewegung befindliches Gebilde. Ich versuchte es genauer zu betrachten, kam aber aufgrund der am Tisch stehenden Leute nicht richtig heran. Als ich schon im Begriff war weiter zu gehen, sprach mich ein junger Mann mit asiatischen Gesichtszügen an. Er fragte mich, ob ich es erklärt haben möchte. Ich hielt ihn erst für einen Besucher, aber es war eines der Mitglieder des Hackerspace FFM, ich denke sogar, dass er es war, der den Code für das IIS-Experiment entwickelt hat. Denn zu den Recherchen für diesen Artikel habe ich beim Goethe Institut ein Bild entdeckt, auf dem er zusammen mit zwei anderen Makern neben dem Modell der Antares Rakete steht. Hammer! Was ich hier für Leute treffe!

Er erklärte mir das Gerät unter dem Tisch, vor dem mittlerweile ein Kind kniete und versuchte mit seinen Händen das Gebilde zu erfassen. Was natürlich nicht klappte, da die Stelle, an der man dachte, das da etwas ist, nur eine optische Illusion ist.

Müssen Bienen IoT haben?

Das es immer weniger Wildbienen gibt, ist mittlerweile allgemein bekannt. Über die Gründe gibt es einige Vermutungen, aber exakt weiß man es noch nicht. Eine Möglichkeit die Ursachen genauer zu erforschen, ist die Erfassung von vielen die Bienen betreffenden Daten im Zusammenhang mit ihrem Verhalten, wie zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit und das Gewicht des Bienenstocks. So lässt zum Beispiel ein kontinuierlich ansteigendes Gewicht des Stocks darauf schließen, dass die Bienen fleißig am Arbeiten sind. Stagniert das Gewicht oder ändert sich die Steigerungsrate, stimmt vermutlich etwas nicht. Doch der direkte Besuch des Imkers am Bienenkorb, womöglich noch mit einem CO2-austoßenden Fahrzeug, stresst die Bienen und sollte darum vermieden werden. Eine Lösung dieser Problematik liegt im Einsatz modernster IoT-Technologie: Kleine und günstige Mikrocontroller erfassen über Sensoren die gewünschten Daten und senden sie über ein LoRa-WAN ins Internet und von da in eine zentrale Datenbank, aus der Imker und Forscher sie abrufen können. Durch den zentralen Sammelort ist es vielleicht auch möglich, über Data Mining noch völlig unbekannte Zusammenhänge zu entdecken.

Die Karlkübelschule (KKS) Bensheim, der Makerspace Viernheim und der Funkamateurclub Weinheim (FACW) arbeiten zusammen mit den Imkervereinen Lampertheim & Bensheim und dem Bienenzüchterverein Heppenheim, um eine solche Idee unter dem namen IoT4Bees zu verwirklichen.

Hier auf der Make Faire Darmstadt hatte man die Möglichkeit mit einigen der Verantwortlichen direkt zu sprechen. Vielleicht ist eine solche Lösung ja nicht nur für Imker von Bedeutung. Die durch preisgünstige IoT und LoRa möglich gewordenen technischen Lösungen sind bestimmt für viele interessant.

Maker werden

Mit Lab3 und dem Hackerspace FFM präsentierten sich auf der Maker Faire Darmstadt auch zwei Vereine, die offen für Interessierte sind. Lab3 deckt dabei den Bereich Biologie und Chemie ab und der Hackerspace FFM Maschinenbau, Elektronik und Informatik. Vom Hackerspace berichtete ich ja schon und auch das Lab3 zeigte einige der Möglichkeiten, die sich durch den Verein auftun.

Wer sich nicht nur für Maker und deren Interessen interessiert, sondern vielleicht auch gerne einmal selbst etwas bauen möchte, kann sich aber auch an den Makerspace Darmstadt oder das FabLab Darmstadt wenden. Dort gibt es nicht nur Fachkundige, sondern auch die Werkzeuge zur Verwirklichung eigener Ideen.

Gegen das Zittern

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF demonstrierte auf seinem Stand wie unerwünschte Schwingungen durch Gegenschwingungen aufgehoben oder zumindest verringert werden können. Dazu diente ein Teddybär, der versucht durch ein Teleskop zu sehen.

Das erinnerte mich an ein Gimbal. Aber am Stand erklärte man mir, dass ihre Technik auf viel höhere Frequenzen ausgelegt ist.

Und sonst noch?

Geboten wurden noch zwei Veranstaltungen zum Mitmachen. Es war möglich mit dem BBC micro:bit das Programmieren zu lernen oder einen Roboter zu bauen, der gegen Ende der Faire gegen andere Roboter antreten musste. Ich habe kurz in die Räume hinein gesehen und beide Veranstaltungen waren gut besucht.

Neben der eigentlichen Faire gab es in zwei Hörsälen eine Reihe von Vorträgen, für die ich mich aber weniger interessierte. Da ich aber gerne einmal wieder in einem Hörsaal sitzen wollte, habe ich den halbstündigen Vortrag ‘Unabhängige Energie + IoT = Utopie?’ angehört. Beim Titel dachte ich spontan an Nikola Tesla und seine ‘Raumenergie’, womit ich natürlich völlig daneben lag. Trotzdem konnte ich dem Vortrag nichts abgewinnen. Ich hatte den Eindruck, der Vortragende versucht verschiedene Solarpanel-geladene ‘Powerbanks’ zu vermarkten. Wobei mir nicht klar wurde, ob er möchte, das ich sie kaufe, damit sie in Namibia aufgestellt werden oder dass ich sie mir zu Hause an den Balkon schraube.

Fazit

Mir hat es sehr gut gefallen. So viele Ideen und nette Leute. Wären nicht so viele Besucher da gewesen, hätte ich mich an vielen Ständen endlos unterhalten können. Auf einer Maker Faire trifft man gleichgesinnte Menschen, die einfach Freude an Wissenschaft und Technologie haben und aktiv an der Weiterentwicklung von beidem mitarbeiten wollen. Es sind keine Konsumenten, sondern Macher und wenn es sie nicht gäbe, hätten die Konsumenten nichts zu konsumieren. Gleichzeitig möchten sie dieses Wissen an andere weitergeben und dadurch neue Maker ‘maken’. Das alles geschieht auf eine so freundlichen und aufgeschlossene Weise, dass man sich auf einer Maker Faire einfach gut fühlt.

 

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