Aus Neugier habe ich mir das oben genannte Gerät von Lilygo gekauft.
https://lilygo.cc/en-us/products/t-echo-card
Leider gab es kein magnetisches Kabel mehr zum Mitbestellen und ich habe mir eines von Amazon dazu gekauft:
https://www.amazon.de/dp/B0C2Z7TRGG?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_title&th=1
Ohne vorher viel recherchiert zu haben, habe ich angenommen das es eine fertige Meshtastic Firmware dafür gibt. Das ist leider nicht der Fall. Es gibt aber eine Testversion:
https://github.com/RLee203/t-echo-card-meshtastic-test
In der Meshtastic Firmware ist die Anzeige noch nicht vollständig an den bei Meshtastic üblichen Gebrauch angepasst, so dass man oft nicht alle notwendigen Informationen, wie zum Beispiel die Bluetooth PIN, sehen kann. Generell empfinde ich das OLED Display als einen Designfehler. Denn es ist zu winzig um es komfortabel ablesen zu können, es ist draußen und vor allem im Sonnenlicht praktisch nicht ablesbar, wahrscheinlich verbraucht es mehr Strom als ein E-Ink Display und möglicherweise brennt es irgendwann aus.
Generell können Firmwares für das Gerät einfach dadurch auf die Card gebracht werden, indem man einen Doppelklick auf den Reset Taster ([B]-Taste) ausführt, einen Moment wartet bis unter Windows ein neuer Laufwerksbuchstabe erscheint und dann die ‚uf2‘-Datei darauf kopiert. Dann heißt es etwas Geduld zu haben. Nach einigen Sekunden bootet das Gerät mit der neuen Firmware neu.
Hier die Original Firmware.
Und hier die Meshtastic Test Firmware.
Wie schon geschrieben, die Meshtastic Test Firmware funktioniert, ist aber über Tasten und Display nahezu nicht zu gebrauchen, da der Gebrauch über das winzige Display zwar nicht unmöglich ist, aber extrem fummelig. Um das zu umgehen ist der beste Weg es über Bluetooth zu verwenden. Da kommt aber die nächste Hürde: Die im Smartphone zur Verbindung notwendig einzutippende PIN, die auch von der T-Echo Card angezeigt wird, ist aufgrund des winzigen Displays nicht sichtbar! Um dieses Problem zu lösen kann man unter Windows und einem darauf installierten Python der Card sagen, dass sie eine ‚Fixed PIN‘ verwenden soll. Das geht so:
Zuerst die Python Meshtastic Version installieren:
pip3 install --upgrade "meshtastic[cli]"
Wenn
das geklappt hat und die T-Echo Card mit dem magnetischen USB Kabel
mit dem PC verbunden ist, folgendes eingeben:
meshtastic --port COM9 --set bluetooth.enabled true --set bluetooth.mode FIXED_PIN --set bluetooth.fixed_pin 111111
Danach rebootet sich die T-Echo Card und anschließend kann man sich mit dem Smartphone mit der Card verbinden und sämtlichen Einstellungen über das Smartphone vornehmen!
Nach einem ersten Überblick sieht es so aus, als ob ein rund um die Uhr laufender Meshtastic Client eher nicht möglich ist. Die Hauptprobleme: Mit etwas Umprogrammierung wäre es zwar theoretisch möglich das System schlafen zu legen und dann von einem eingehenden Funksignal aufwecken zu lassen, aber dazu muss der SX1262 ununterbrochen auf Empfang geschaltet sein. Das kostet mindestens um die 5 mA und damit pro Tag etwa 120 mAh.
Im Zusammenhang mit einem möglichst niedrigen Stromverbrauch finde ich es ungeschickt von Lilygo, das die LEDs direkt an VIN angeschlossen sind, denn es bedeutet das die Controller der WS2812 LEDs auch bei der Farbe Schwarz, also bei deaktiviertem LED Licht, noch Strom verbrauchen und zwar insgesamt um die 1.5 mA, was noch einmal 36 mAh sind. Die könnte man sparen, wenn man deren Stromeingang über einen Transistor bzw. eine Datenleitung angesteuert hätte…
Wie geschaffen ist die Hardware der T-Echo Card aber für einen Notfallmelder oder einen Tracker. Im ersten Fall kann man das
Trotz meiner Kritik finde ich dass die T-Echo Karte mit ihren vielen Komponenten ein faszinierendes Produkt ist, mit dem man nur per Software interessante und nützliche Anwendungen bauen kann.
Hier ein PDF mit den verschiedenen ermittelten und geschäötzten Energieverbräuchen:
https://steinlaus.de/resources/T_Echo_Card_Stromverbrauch_Kalkulation.pdf


