Wie ich versuchte einen lautlosen Computer mit einem Ryzen 3950X zu kaufen

In diesem Artikel geht es um meine Erfahrungen beim Kauf eines aktuellen Computers mit einem modernen Prozessor. Wer ähnlich unbedarft an den Kauf eines Computers heran geht, wie ich am Anfang dieses Jahres, erfährt möglicherweise viele interessante Informationen, die ihm die Auswahl eines für ihn geeigneten Computers erleichtern.

Der Artikel enthält für Fachleute und Overclocker bestimmt nichts Neues, sollte aber für Neulinge in diesem Bereich doch einigermaßen spannend und lehrreich sein.

Vorgeschichte

Seit ich 12 Jahre alt war, kaufe ich mir alle paar Jahre einen neuen Computer. Obwohl meine ersten Computer eigentlich programmierbare Taschenrechner waren! Denn Anfang der 70iger Jahre gab es für normale Leute wie Dich und mich noch keine Computer für einen erschwinglichen Preis zu kaufen. Das änderte sich erst mit dem Aufkommen der ersten ‚Heimcomputer‘, obwohl auch die anfangs noch sehr teuer waren. Ich kaufe mir neue Computer vor allem aus Neugier, da mich die zugrundeliegende Technik sehr interessiert und ich selbst ausprobieren möchte, wie leistungsfähig aktuelle Computer gerade sind.

Für den Artikel ist es wichtig ein wenig von der Vorgeschichte zu verstehen: Vor ca. 8 Jahren kaufte ich mir zum ersten Mal, anstatt eines Desktop-Towers, ein leistungsfähiges Vaio Notebook von Sony. Das war auch ganz Ok, hatte allerdings einen Riesennachteil, den ich beim Kauf überhaupt nicht im Fokus hatte. Es war furchtbar laut! Da meine Frau und ich abends oft zusammen in einem Raum sitzen, war das ein paar Jahre lang für uns beide eine echte Qual!

Darum entschied ich den Vaio möglichst bald in den Ruhestand zu versetzen und beim nächsten Computerkauf besonders auf die Lautstärke zu achten. So stieß ich auf die Firma Silentmaxx, die auf ihrer Webseite damit warb, sowohl lautlose, als auch leise Computer zu verkaufen. Damals war ich recht unbedarft, was Architektur und Verhalten moderner Mikroprozessoren betrifft. Ich wählte einfach den stärksten damals in einer Auswahlliste der Konfigurationsseite von Silentmaxx angebotenen Mikroprozessoren und entschied mich für einen Intel i7-4790T und eine nVidia Geforce 970 Grafikkarte. Beim Mikroprozessor stand irgendetwas von besonders energieeffizient, oder so ähnlich, das fand ich gut, darum das T-Modell. Dadurch hatte ich unabsichtlich Silentmaxx geholfen, mir einen wirklich lautlosen Computer zu verkaufen. Als Kühler verwendete Silentmaxx ein riesiges Monstrum aus Kühlrippen und Heatpipes, was tatsächlich in der Lage war, den i7-4790T kühl zu halten. Lediglich bei der Grafikkarte mogelten sie ein bisschen, den diese wurde mit zwei zusätzlichen Lüftern versehen, die bei höheren Temperaturen aktiviert wurden und dann doch ein Geräusch verursachten.

Aber im Alltagsbetrieb, oder wenn ich mit meiner Frau abends zusammen saß, hörte man von diesem Computer nichts! Diese absolute Lautlosigkeit war und ist extrem faszinierend für mich. Jahrzehntelang war ich daran gewöhnt gewesen, dass Computer laut sind oder doch zumindest eine ordentliche Portion Geräusche verursachen, so dass ich die nun folgende Lautlosigkeit voller Begeisterung im Nu für mich adaptierte. So etwas hat es für mich seit meinem C-64 nicht mehr gegeben! Für mich war schlagartig klar, dass ich jahrelang etwas hingenommen hatte, was eigentlich unerträglich ist. Es erinnerte mich an die Zeit, als ich von zu Hause fort gegangen bin und nach einiger Zeit zu Besuch zurückkam und auf einmal den ekligen Zigarettenrauch im Haus meiner Eltern roch. Ein paar Tage ohne diesem Qualm hatten mir unbewusst klar gemacht, das ich so etwas nie wieder haben will! Und so war es ab diesem Moment auch für mich mit Geräuschen, die von einem Computer stammen.

Erwartungen

Für mich ist schon seit längerem klar, dass Computerpower in den nächsten Jahren vor allem durch die Anzahl der Kerne bestimmt werden wird. Insofern hat es mich schon einige Jahre lang gewundert, dass nicht immer mehr Kerne zu kaufen waren, bis die Firma AMD endlich damit anfing. Klar war mir aber auch, dass die Anzahl der Kerne nur dann richtig Sinn ergibt, wenn die Software damit auch umgehen kann. Und das ist leider nicht der Fall. Es gibt nur wenige Programme, die in der Lage sind, viele Kerne auch auszunutzen.

Warum ich viele Kerne haben möchte

Um die Jahrtausendwende herum war es möglich, Mikroprozessoren durch eine höhere Integration der Bauteile in den integrierten Schaltungen und durch einen immer höheren Takt, jedes Jahr drastisch zu beschleunigen. Gemäß dem Moore’sches Gesetz hat sich die Prozessorleistung jedes Jahr verdoppelt. Das ging auch einige Jahre lang gut. Doch dann kam man scheinbar an eine physikalische Grenze bei der Erhöhung des Taktes. Über den Takt konnte man nun nur noch geringe Steigerungen erlangen. Eine Verdoppelung war nicht mehr möglich. Doch durch die Einführung von Mehrkernprozessoren war es trotzdem möglich, die rasante Erhöhung der Geschwindigkeit von neuen Mikroprozessoren aufrecht zu erhalten. Allerdings geht man heute nur noch von einer Verdoppelung der Geschwindigkeit alle 18 Monate aus.

Schon als ich mit meinem ersten programmierbaren Taschenrechner programmierte, war mir klar, dass durch Computer eine unglaubliche Anzahl von Anwendungen möglich werden würde, vorausgesetzt, dass sie genügend Arbeitsspeicher besitzen und sehr, sehr schnell sein würden. Als Jugendlicher dachte ich daran eine künstliche Intelligenz zu programmieren, die mir dabei helfen würde eine Technologie zu entwickeln, die mich nicht sterben lässt. Davon sind wir leider immer noch weit entfernt und mit größerer Lebenserfahrung bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob das wirklich gut wäre. Weder gut für mich, noch gut für eine rasche Weiterentwicklung der Menschheit an sich. Wobei auch die Frage ist, ob sich die Menschheit technologisch überhaupt weiter entwickeln sollte.

Scheinbar sind wir noch weit von einer solchen KI entfernt und es ist auch die Frage, ob sie nur mit einem konventionellen, sequentiell arbeitenden, Computersystem realisierbar wäre. Vermutlich ist eine Kombination aus Computern und neuronalen Netzen der bessere Ansatz. Aber man kann mit einem Computer auch neuronale Netze simulieren und dann ist es wieder gut, wenn der Computer sehr, sehr schnell ist.

Ich habe einfach Freude daran, einen leistungsfähigen Computer zu haben und mit diesem ganz viele Sachen auszuprobieren!

Spiele

Es verblüfft mich, dass heutige Spiele offenbar mit den Kernen nichts anfangen können. Aktuelle Empfehlungen von renommierten Computermagazinen bzw. Seiten für Computerspiele schreiben, dass ein Ryzen 3950X für Spiele überdimensioniert ist! Sie empfehlen stattdessen einen Ryzen 3700X! Das ist wohl auch so. Denn so ein 3700X ist offenbar in der Lage, eine heutige Hochleistungsgrafikkarte mühelos mit genügend Daten zu versorgen, so dass diese wiederum Mühe hat, das Spielgeschehen bei hoher Qualität ausreichend schnell zu rendern.

Hallo? Was machen die Spieleentwickler eigentlich? Es gäbe so viele Ideen für die vielen Kerne!

  • Warum nicht einmal einen NPC (non-player character) mit künstlicher Intelligenz ausstatten und dafür einen oder zwei Kerne rechnen lassen?

  • Oder noch besser: Mehrere ausgewählte NPCs mit künstlicher Intelligenz ausstatten, sie untereinander und mit dem Spieler zusammen interagieren lassen. Das würde völlig neue Spiele ermöglichen, die weg von der reinen Darstellungsqualität gehen und ein Spiel, oder eher eine Simulation auf einer neuen Ebene ermöglichen. Möglicherweise gibt es dann auf einmal ein Zwiegespräch mit einem NPC, das einen wirklich berührt? So wie in Her. Schon 1966 hat Joseph Weizenbaum ein Programm namens ELIZA entwickelt, welches manchem unbedarften Anwender die Illusion eines realen Gesprächspartners vermittelte. Das ist über 50 Jahre her, was ist daraus geworden?

  • Ein oder zwei anderere Kerne könnten sich nur damit beschäftigen, noch mehr Physik in die Animationen der NPCs und der Spiele generell zu bringen. Die Haare, die verschiedenen Körperteile, beschleunigte Massen wie Wangen, Bäuche, entlastete Muskeln, Po und Dekolleté und natürlich die Knochengerüste der dargestellten Figuren physikalisch korrekt und in Echtzeit zu bewegen. Natürlich auch die Interaktion der Körper mit anderen Körpern und mit der Umgebung. Das gibt es zwar alles schon, es ist aber oft noch schlecht, bzw. unrealistisch, gemacht. Zum Beispiel scheint bei manchen Spielen die Bewegung des Knochengerüstes nur bis zum Fuß zu gehen. Der Fuß selbst ist unbeweglich!

  • Minecraft zeigt, wie Spieler ihre Spielumgebung interaktiv verändern können. Das ist ungemein faszinierend, nur leider sieht Minecraft einfach mies aus! Könnte man nicht in Spielen wie Skyrim oder RDR2 ein paar Kerne dazu verwenden ebenfalls seine Umwelt zu manipulieren? Vielleicht selbst eine Hütte bauen? Oder gar ganze Herden von NPCs dazu zu bringen eine Burg nach eigenen Vorstellungen zu bauen, die dann bei Kämpfen auch eine strategische Bedeutung im Spiel, einfach nur durch ihre ‚physikalische‘ Präsenz, hat?

Es ist also genug zu tun für die Kerne. Die Entwickler müssten es nur in ihre Spiele einbauen. Ich erwarte, dass das alles in den nächsten Jahren passiert und darum kann mein nächster PC gar nicht genug Kerne besitzen.

Videoschnitt

Eine der Anwendungen, bei denen ich mir wirklich etwas von meinem neuen Computer erhoffe, ist eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit beim Videoschnitt. Es gibt sehr viele Informationen zu diesem Thema im Internet. Aber nur wenige davon sind konkret genug, dass man damit wirklich etwas anfangen kann. Oft gibt es Empfehlungen für bestimmte Zusammenstellungen von Hard- und Software, da die Autoren damit schon Erfahrungen sammeln konnten. Grundlegende fundierte Zusammenhänge sind selten zu bekommen und wenn, dann wiederum ohne die damit aktuell verfügbaren realen Möglichkeiten wirklich zu konkreten Empfehlungen zu verdichten.

Beim Filmschnitt ist das Wichtigste für mich, dass ich die mit verschiedenen Aufnahmegeräten (Systemkamera, GoPro, Quadkopter) gesammelten Filmschnipsel möglichst unkompliziert in die Timeline meines Schnittprogramms ziehen und mich anschließend in der Timeline nach Belieben bewegen kann, ohne dass das Schnittprogramm auch nur einmal hakt.

Viele Videoschnittprogramme erlauben es, von den in die Timeline importierten Filmschnipseln, sogenannte Proxy-Dateien zu erzeugen. Das sind Dateien, die meist eine geringere Auflösung haben und/oder anschließend in einem anderen Dateiformat vorliegen, so dass sie sich nach dem Konvertiervorgang wesentlich einfacher verarbeiten lassen. Das ist natürlich eine raffinierte Lösung für den Umgang mit großen Auflösungen oder vielen FPS, aber ich möchte das nicht, da das meinen eher selten auftretenden Arbeitsdrang sofort wieder abschwächen würde und die dabei erzeugten Dateien zusätzlich Platz auf meinen Festplatten belegen.

Unter anderem aus genau diesem Grund möchte ich einen neuen und leistungsfähigen Computer haben.

Was ich bisher über Videoschnitt gelernt habe:

Beim Videoschnitt spielt Computerhardware eine große Rolle! Heutzutage gibt es Mikroprozessoren, die über mehrere Kerne verfügen, es gibt Prozessoren, die eine eingebaute Grafikkarte besitzen und es gibt Prozessoren, die in dieser eingebauten Grafikkarte auch noch spezielle, in Hardware realisierte Enkodierer und Kodierer für bestimmte Codecs besitzen! Dazu kommt noch, das es auch spezielle Grafikkarten gibt, von vielen meist zum Spielen genutzt, deren Hardware ebenfalls für die Filmbearbeitung verwendet werden kann.

Zum Verständnis: Ein Codec ist für die Videobearbeitung von elementarer Bedeutung. Ein Codec ist normalerweise ein Programm, welches die mit einer Kamera aufgenommenen, kodierten Dateien dekodieren und damit abspielen und dass die mit einem Schnittprogramm erzeugten Markierer auf Filmschnipsel, wieder zu einem einzigen Film enkodieren kann.

Ein Codec, kann aber auch als Schaltung in Hardware abgebildet sein. In diesem Fall ist er extrem viel schneller, als wenn er in einem Programm abgebildet wird!

Im Bereich der Mainstream-Mikroprozessoren macht das meines Wissens nach zur Zeit nur die Firma Intel bei einigen ausgewählten Mikroprozessoren. Sie vermarkten diese Fähigkeit unter der Bezeichnung ‚QuickSync‘.

Das heißt aber nicht, dass nicht auch andere Hersteller Codecs in Hardware abgebildet haben. So unterstützt auch die Firma Nvidia in ihren Grafikkarten in Hardware abgebildete Codecs. Bei AMD weiß ich es nicht, aber ich denke, dass die das auch können.

Dann scheint es noch Unterschiede in der Qualität zwischen Hardware- und Software-Codecs zu geben. Angeblich ist die Qualität bei der Verwendung von Software höher!

Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass, wenn man einen Computer mit den entsprechenden Mikroprozessoren und Grafikkarten kauft, der Videoschnitt in Nullkommanichts erledigt ist. Das ist aber mitnichten so! Denn ob diese in der Hardware vorliegenden Fähigkeiten tatsächlich genutzt werden, hängt ganz entscheidend von den verwendeten Schnittprogrammen ab! Wenn ein Schnittprogramm nicht fähig ist, die vielen Kerne eines modernen Mikroprozessors zu verwenden, so wird man davon überhaupt nicht profitieren. Auch wenn das Schnittprogramm mit der Grafikkarte nichts anzufangen weiß, wird man durch die Grafikkarte keinen Vorteil haben. Und wenn das Schnittprogramm QuickSync nicht kennt, wird man auch davon nicht profitieren.

Und selbst wenn das Schnittprogramm die Hardware verwenden kann, stellt sich die Frage, was es davon wirklich benutzt? Hat man mit einer Kamera gefilmt, die selbst einen exotischen Codec verwendet, so kann es sein, dass dieser eben nicht unterstützt wird. Waren die Entwickler des Schnittprogramms fähig, die Hardware zu unterstützen? Werden alle verwendeten Codecs in der Hardware unterstützt? Wird nur das Abspielen unterstützt oder auch das Enkodieren? Oder werden gar nur einige wenige Effekte mit Hilfe von Mehrkernprozessoren oder der Grafikkarte erstellt?

Ich denke man sieht hier schnell, wie komplex das Thema ist.

So entsteht zum Beispiel die Situation, das beim Filmschnitt ein ungemein leistungsfähiger Prozessor wie der AMD Ryzen 3950X, samt einer Nvidia RTX 2080 Super, von einem deutlich schwächeren Intel-Prozessor in der Geschwindigkeit geschlagen werden kann, da dieser QuickSync besitzt und dies von einem günstigen Videoschnittprogramm, wie zum Beispiel Magix Video Deluxe, verwendet wird! Das ist vermutlich auch der Grund, warum relativ harmlos aussehende Notebooks sich beim Film schneiden mit bestimmten Schnittprogrammen ganz gut schlagen.

Es ist für die Hersteller von Videoschnittprogrammen offenbar nicht so einfach, ihre Algorithmen an moderne Mehrkernprozessoren, in Verbindung mit den Hardware-Codecs leistungsfähiger Grafikkarten, anzupassen. Aber genau darauf sollten die Hersteller in den nächsten Jahren ihr Hauptaugenmerk richten, denn ich denke, dass sich hier beim Videoschnitt der Spreu vom Weizen trennen wird.

Für Euch Leser heißt das leider, das auch ich Euch keinen konkreten Tipp geben kann. Wollt Ihr Euch selbst einen neuen Computer für Videoschnitt zusammenstellen, so müsst Ihr Euren tatsächlichen Bedarf genau ermitteln und dann eine Kombination aus Hard- und Software zusammenstellen, die diesen exakt trifft.

Ein paar Hinweise kann ich Euch aber doch mitgeben:

  • DaVinci Resolve scheint ein guter und teilweise kostenloser Kompromiss zu sein.

  • Grass Valley EDIUS ist möglicherweise das schnellste Videoschnittprogramm in der Timeline.

  • Magic Video Deluxe kommt gut mit QuickSync zurecht.

Findet Ihr im Internet Zusammenstellungen von Computerhardware, die angeblich ganz besonders gut für den Videoschnitt geeignet sind, so sind diese Zusammenstellungen ohne die Angabe von konkreten Schnittprogrammen wertlos. Wahrscheinlich handelt es sich schon um sehr leistungsfähige Hardware, aber wenn diese halt von Eurem später konkret eingesetzten Schnittprogramm nicht unterstützt wird, habt ihr viel Geld für nichts ausgegeben.

Die Enttäuschung

Wie auch immer, da ich mit Silentmaxx zufrieden war, habe ich gedacht, kaufe ich mir halt einfach wieder einen geilen Rechner von denen. Die werden schon wissen was sie da machen. Der erste Wermutstropfen kam, als ich das Geld vorab überwiesen hatte. Es kam zwar eine Bestätigung, aber dann lange nichts mehr. Aber gut, der Rechner kam dann gerade eben noch so in einem Zeitraum an, der mich nicht wirklich ärgerlich machte. Obwohl sie einfach hätten schreiben können, warum es etwas länger dauert. Als der Rechner dann endlich da war, habe ich mich sehr auf den ersten Abend mit Ausprobieren und Einrichten gefreut. Beim Auspacken fiel mir ein auf dem Gehäuse angebrachter Aufkleber mit dem Hinweis auf, dass ich vor der Inbetriebnahme Schaumstoff aus dem Kühler entfernen soll, obwohl überhaupt kein Schaumstoff im Gehäuse war. Das war schon einmal nachlässig und damit unprofessionell und leider waren auch die auf der Webseite von Silentmaxx versprochenen Protokolle der Endabnahme nicht vorhanden.

Im Gehäuse war ein riesiger, passiver Kühler aus Heatpipes und vielen dünnen Blechen montiert. Ich denke, es ist der Gleiche gewesen, wie in meinem alten Computer von Silentmaxx. Da fragt man sich allerdings gleich schon einmal, ob der moderne Prozessor nicht etwas anderes benötigt?

Nach dem Aufstellen des sehr schweren Gehäuses (Das spricht für jede Menge Eisen) und dem Anschluss von Tastatur, Maus, Monitor und Strom installierte ich als erstes ein paar Tools, mit denen ich den neuen Computer näher kennen lernen wollte:

  • Process Hacker – Um zu sehen, was eigentlich wirklich gerade auf dem Computer passiert. Hier kann man die Auslastung aller Kerne bzw. Threads einzeln in einer Grafik betrachten. Das geht auch mit dem in Windows eingebauten Taskmanager, aber wo es auch anders geht, versuche ich unabhängig zu sein.

  • AMD Ryzen Master – Das Tool vom Hersteller der CPU! Alle wichtigen Daten der CPU auf einen Blick, Aktivierung des ECO-Mode und die Möglichkeit die CPU zu ‚overclocken‘.

  • Prime95 – Um den Rechner einmal an seine Grenzen zu bringen, auch wenn das beim späteren Betrieb nur selten eine Rolle spielen wird.

  • Cinebench R20 – Um die Leistungsfähigkeit zu überprüfen.

  • DaVinci Resolve – Um zu sehen, wie eine reale Anwendung den Rechner beim Rendern belastet.

  • Fortnite – Um auch die Grafikkarte bei den ersten Tests einzubeziehen.

So gerüstet startete ich Prime95 und das Ryzen Master Tool (RMT), um wenige Sekunden später zu sehen, dass dort die Temperatur bei über 95 Grad war, also im Begrenzer, was bedeutet, dass die CPU herunter getaktet wird, so dass sie keinen Schaden nehmen kann. Dies bedeutet auch, dass der Computer nicht in der Lage ist, die von der CPU theoretisch mögliche Höchstgeschwindigkeit zu halten, da er nicht genügend gekühlt wird. Außerdem ist zweifelhaft, ob eine so hohe Temperatur die CPU auf Dauer nicht schneller altern lässt.

Hhmmm, das war natürlich etwas ernüchternd. Aber zunächst redetet ich mir ein, dass der Computer ja im Alltag nur sehr selten so hohe Temperaturen erreichen wird. Also einmal DaVinci Resolve angeworfen, ein paar Clips in die Timeline gezogen und davon einen Film rendern lassen. Hier dauert es zwar einen Moment länger, bis die CPU in den Begrenzer lief, aber sie tat es und blieb dann da. Also geht der neue Computer auch bei einer realen Anwendung in die Knie!

Ab ungefähr da wendete ich mich per Email an Silentmaxx und erklärte meine Unzufriedenheit mit dem System. Nun stellte sich heraus, dass in meinem Computer ein sogenannter Notlüfter vergessen worden war! Dieser wird wohl normalerweise in den leeren Bereich in der Mitte des riesigen passiven Kühler gesteckt. Hier ein Ausschnitt aus einer Antwort Email von Silentmaxx.

Zitat Anfang:

Die maximale Temperatur der CPU liegt bei 95C,dann greift der automatische Schutz der CPU.
D.h es ist absolut legitim die Temperaturrange der CPU auszunutzen.
Eine CPU hält ohne Probleme 30 Jahre, nehmen wir mal an dies würde 20% an Lebensdauer einbußen, was ich bezweifle. Schließlich haben wir schon eine fast 20 jährige Erfahrung. Dann würde die CPU locker über 20 Jahre halten, ab wann werden Sie diesen Prozessor nicht mehr nutzen? Im IDLE Betrieb liegt der 3950X zwischen 50-59C. Sie können einen passiven Kühler nicht mit einem aktiven System vergleichen. Wie schon erwähnt ist bei dieser CPU bei hoher Last auf jeden Fall ein Notlüfter notwendig, um eine leichten Luftstrom in den Kühler zu bekommen. Viele neue CPU´s sind extrem in der Leistunsgentfaltung und nicht mehr vergleichbar mit alten CPU´s. Wenn Sie ein passives System wünschen, so muss man ein paar Kompromisse eingehen.‘

Zitat Ende.

Aha. Vor 30 Jahren waren wir bei Strukturgrößen von etwa 1000 nm, vor 20 Jahren bei 100 nm und jetzt sind wir beim Ryzen 3950X bei 7 nm. Das sind ja dann wohl immer weniger Atome für eine einzelne Verbindung. Ob man das wirklich vergleichen kann? Und fast 60 Grad im Idle? Hört sich für mich auf Dauer ungesund an.

Dazu muss ich schreiben, dass ich schon vor dem Kauf des Computers mir per Email die Lautlosigkeit meines zukünftigen Computers bestätigen lassen wollte. In der Antwort Email erfuhr ich, dass der Computer ab einer Auslastung von etwa 50% auf jeden Fall einen Lüfter (Dessen Montage wohl vergessen worden war) zuschaltet. Und auch die Grafikkarte besitzt Lüfter, die bei zu hohen Temperaturen aktiviert werden. Es war also schon abzusehen, dass der Computer unter Last auf keinen Fall lautlos ist. Ich ging aber davon aus, dass der Computer wenigstens bis zu der angegebenen Auslastung absolut lautlos sein wird.

Ich habe dann einige Tests mit dem Computer unternommen, auch wenn das durch den vergessenen Notfalllüfter nicht mehr so viel Sinn ergab. Darum legte ich mein Hauptaugenmerk jetzt auf das Verhalten des Computers bei relativ geringer Auslastung. Tatsächlich blieb die Temperatur in etwa in dem von Silentmaxx angegebenen Bereich von 50 – 59 Grad, wenn der Computer wirklich nichts machte. Also bei einer Auslastung von unter 1%! Schon ab einer Auslastung von ca. 2% bewegte sich die Temperatur deutlich darüber. Beim Download von RDR 2 über Steam war die CPU mit 2.32% ausgelastet und erreichte zeitweise eine Temperatur von über 79 Grad!

Ich machte noch einige weitere Tests. Die Ergebnisse liefen darauf hinaus, dass der von Silentmaxx gebaute Computer auch bei Auslastungen deutlich unter 20% in den Begrenzer läuft. Das er Mühe hat, nach kurzen Läufen mit hoher Auslastung wieder auf eine niedrige Temperatur zu kommen und dass das alles nicht besser wird, wenn zusätzlich noch die Grafikkarte richtig warm wird und die von ihr abgegebene Wärme das Gehäuse noch zusätzlich erhitzt.

Zusammengefasst: Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, dass der Computer wirklich über längere Zeit, auch bei geringer Auslastung, lautlos sein wird. Und in den Phasen der Lautlosigkeit wird er relativ warm sein. Das war sehr schade, wo doch die Lautlosigkeit mein Hauptargument für den Kauf bei Silentmaxx war. Und mein Ingenieursherz würde sich immer zusammen krampfen, wenn ich mit dem Computer arbeitete und dabei einen Blick auf die Temperaturen werfe. Ich verstand, dass es zur Zeit keine vernünftige Lösung für lautlose Computer mit einem Mikroprozessor von der Klasse eines Ryzen 3950X gab. Wenn ich mich aber mit einem leisen, anstatt lautlosen, Computer anfreunde, dann musste ich doch nicht so viel Geld für angebliche Lautlosigkeit bezahlen, oder?

Parallel zu meinen Tests habe ich mich im Forum von ComputerBase schlau gemacht und dort vieles gelernt. So war in meinem Computer ein Mainboard (MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon WiFi) verbaut, welches im Vergleich mit anderen X570 Mainboards sehr warm werden kann und damit auch nicht geeignet ist, einen besonders kühlen und damit leisen Computer zu bauen.

Ich lernte die Videos von ‚der8auer‘ kennen, der dass in diesem Video erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=Gg2YGvoyEsU&t=1014s

Ich erfuhr auch, dass der von Silentmaxx im Computer verbaute Speicher nicht den mit dem Ryzen 3950X möglichen, höheren Speichertakt, ermöglicht und darum etwas Geschwindigkeit verschenkt.

Ich bekam Empfehlungen für Kühler, die ich statt dem passiven Kühler von Silentmaxx in das Gehäuse einbauen sollte. Wenn ich aber in meinen neuen Computer selbst Eingriffe vornehmen muss, um ihn meinen Erwartungen näher zu bringen, wurmte es mich sehr, dass ich so viel Geld ausgegeben hatte! Auf keinen Fall wollte ich einen teuren Computer haben, der meine Erwartungen nicht erfüllte und bei dem ich selbst für weiteres Geld und Zeit Optimierungen vornehmen muss!

Ich rief einmal mehr die Seite von Silentmaxx auf und konfigurierte mir dort anstatt eines lautlosen einen leisen Computer und stellte fest, dass dieser um etwa 400,- bis 500,- Euro günstiger ist!

Im Forum empfahl man mir einen Computer selbst zusammen zu bauen und ich muss zugeben, das ich mich mit diesem Gedanken anfreundete. Andererseits hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Lust darauf, mich damit zu beschäftigen, einzelne Computerkomponenten zu bestellen, auf ihren Empfang zu warten, auszupacken, den damit verbundenen Verpackungsmüll zu entsorgen und anschließend zusammen zu bauen.

Kurz, ich entschied mich meinen Computer zurück zu geben. Ich fragte bei Silentmaxx an, ob ich stattdessen einen leisen Computer bekommen könnte und ob ich die Differenz im Kaufpreis zurück erstattet bekomme. Ich fragte außerdem, ob es möglich sei, anstatt des verbauten Mainboards ein MSI MEG X570 Unify (welches ein besseres Temperaturverhalten aufweist) und Speicher mit einem Speichertakt von 3600 MHz zu bekommen. Man willigte ein und einige Wochen später hatte ich einen leisen Computer mit einem Ryzen 3950X. Der allerdings immer noch nicht so war, wie ich mir das vorstellte.

Tuning

Ein schneller Blick in das Innere des zweiten neuen Computers offenbarte die Verwendung eines älteren, passiven Lüfters von Silentmaxx und zwar den IceBlock 8fach! Aber auch 3 zusätzliche Ventilatoren, die in das Gehäuse eingebaut waren. 2 vorne und einer hinten. Das Gehäuse war das gleiche wie beim ersten Computer, ein Fractal Design Define R6. Wie ich mittlerweile durch das Internet heraus fand, ist das tatsächlich ein ziemlich gutes Gehäuse. Allerdings war es bei der Silent-Version von Silentmaxx ohne die 3 Lüfter geliefert worden. Allein durch diese 3 Lüfter im jetzt gelieferten Computer bestand Hoffnung, den Computer kühl zu bekommen.

Aber auch hier war der Computer von Silentmaxx so konfiguriert worden, dass er bei Idle über 50 Grad warm wurde. Allerdings gingen jetzt bei Last die 3 Gehäuselüfter an und hielten damit die CPU mühelos in vernünftigen Temperaturbereichen. Und, wie ich zugeben muss, der Computer wurde dabei nicht übermäßig laut. Neben dem Tisch stehend war meist nur ein sanftes Säuseln zu hören. Bis auf die hohen Idle-Temperaturen war ich jetzt zufrieden. Und da ich diesen Computer auch deutlich günstiger als den anderen bekommen habe, war ich viel eher bereit, jetzt noch selbst Hand an ihn zu legen und ihn noch besser zu machen. Eine weitere Recherche im Forum ergab eine Reihe interessanter Kühler, die ich anstatt dem IceBlock einbauen sollte. Das waren zum Beispiel:

  • Dark Rock Pro

  • Noctua NH15

  • Skythe Fuma 2

Letzteren bestellte ich und baute ihn ein. Um ihn zu konfigurieren, musste ich allerdings lernen Lüfterkurven zu ‚programmieren‘. Aber das war interessant und machte Spaß. Erst einmal stellte ich ihn auf eine sehr geringe Umdrehungsgeschwindigkeit ein. Das brachte ungefähr 6 Grad. Das heißt in Idle lief die CPU jetzt so zwischen 45 und 50 Grad. Die Gehäuselüfter stellte ich so ein, dass sie sich unter 50 Grad CPU-Temperatur überhaupt nicht drehten. Damit war der Computer jetzt nahezu unhörbar, selbst wenn man sein Ohr relativ nahe an ihn heran bewegte.

Aber es waren halt immer noch 45 Grad! Mein alter Computer hatte in Idle ungefähr 35 Grad Temperatur. Ich stellte die Lüfterkurven so ein, dass die 3 Gehäuseventilatoren bei niedriger Umdrehungsgeschwindigkeit immer an waren und der CPU Ventilator bei etwa 40% drehte. Jetzt war die CPU Temperatur bei Idle bei knapp über 40 Grad. Übrigens ging der Computer jetzt auch unter Last nie mehr in den Begrenzer. Unter Last waren jetzt Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad angesagt! Und auch da entwickelte sich kein Hurrikan neben dem Schreibtisch, nur um die CPU zu kühlen.

Dann fing ich an mich mit Energiesparplänen zu beschäftigen. Leider habe ich die bis heute nicht komplett verstanden. Aber es scheint so zu sein, dass Windows 10 je nach verwendetem Plan eine Menge von unterschiedlichen Einstellungen sowohl am Betriebsystem selbst als auch an der CPU vornimmt, die in Summe zu dem führen, was der Name des Plans zu bedeuten scheint. Hier kann man sich welche passend für den Ryzen 3950X downloaden und anschließend installieren. Wenn man das gemacht hat, findet man in der Taskleiste ein Icon ‚PowerPlanSwitcher‘ mit dem man ganz einfach zwischen 5 verschiedenen Energiesparplänen wählen kann und sie nicht mehr umständlich über die Windows Konfiguration aufrufen muss. Davon sind für mich 2 relevant:

  • AMD Ryzen Balanced

  • Energiesparmodus

‚AMD Ryzen Balanced‘ ist für mich der Plan, mit dem ich hohe Leistung bekomme und ‚Energiesparmodus‘ ist der Plan mit dem ich die Temperatur noch weiter herunter bekomme. Ich habe natürlich auch den ‚AMD Ryzen High Performance‘ ausprobiert, konnte aber zwischen den beiden AMD Sparplänen keinen Unterschied feststellen. Mit Process Hacker kann ich sehen, das bei Verwendung des Energiesparmodus schlagartig der Takt um etwa 2 GHz verringert wird und das resultiert unmittelbar in noch einmal um etwa 6 Grad verringerter Temperatur. So ist die Temperatur, während ich diesen Text mit Libre Writer schreibe, dauerhaft bei 35 Grad, bei etwa 23 Grad Raumtemperatur!

Ich könnte den Computer vermutlich jetzt noch kühler bekommen, in dem ich im Bios die Temperaturkurven für die Ventilatoren noch etwas herab drücke. Aber so bin ich jetzt erst einmal zufrieden. Trotzdem habe ich es einmal ausprobiert und die Ventilatoren noch etwas höher drehen lassen, ohne dass sie dabei wirklich laut wurden. Ich konnte dann mit Cinebench R20 dauerhaft einen Score von etwa 9200 erreichen, was, wie ich aus Informationen aus dem Internet entnommen habe, ein sehr guter Wert ist.

Man kann den neuen Rechner im Idle lautlos machen, da der CPU-Kühler auch ohne eingeschaltete Ventilatoren gerade so in der Lage ist bei geringer Auslastung genügend Hitze abzuführen. Dies geht aber auf Kosten aller anderen Komponenten im Gehäuse, wie Grafikkarte, M.2 SSD, Festplatte und dem Mainboard. Außerdem hat dann der Ryzen 3950X bei Idle eine Temperatur um die 60 Grad. Ähnlich ist es auch, wenn man nur die beiden Ventilatoren des CPU-Kühlers langsam drehen lässt, die CPU Temperatur geht dann etwa um 10 Grad auf 50 Grad herunter. Er ist aber auch dann nahezu unhörbar.

Ein letzter Gedanke noch

Ein Hauch Unzufriedenheit ist immer noch da. Es wurmt mich, dass jetzt immer Ventilatoren laufen müssen, damit die Temperatur so niedrig bleibt. Das ist etwas Mechanik, die im Laufe der Zeit kaputt gehen wird und ständig Strom verbraucht. Hier stellt sich die Frage, was über die Lebenszeit des Systems gesehen, wirtschaftlicher ist: Der etwas erhöhte Stromverbrauch und die Gefahr die Ventilatoren irgendwann nachkaufen zu müssen, oder die eventuell längere Haltbarkeit des Ryzen 3950X, weil er einfach kühler ist. Bei dieser Betrachtung muss man wissen, das der Computer bei mir etwa 14 Stunden am Tag eingeschaltet ist.

Fazit

Im Grunde ging es im gesamten Artikel im Wesentlichen darum einen Computer so zu kühlen, dass er keine Geräusche verursacht und dabei trotzdem seine maximale Leistungsfähigkeit behält. Durch den von Silentmaxx vergessenen Notkühler konnte ich erkennen, dass ein nur passiver, wenn auch gigantischer, Kühlkörper, nicht in der Lage ist, einen Ryzen 3950X so zu kühlen, dass er auch dauerhaft seine maximale Leistungsfähigkeit bringen kann. Im Grunde kann er noch nicht einmal 10% dauerhafte Auslastung sicherstellen.

An dieser Stelle könnte man sich fragen, ob das Werbeversprechen von Silentmaxx nicht einfach falsch ist. Sie schreiben allerdings auf der Webseite nichts von der bei Lautlosigkeit möglichen Auslastung. Aber ist es falsch anzunehmen, dass, wenn man einen Computer mit einem bestimmten eingebauten Mikroprozessor kauft, dieser selbstverständlich auch über längere Zeit mit seiner spezifizierten maximalen Leistungsfähigkeit arbeiten kann? Nur so kann ich mir zum Beispiel vor dem Kauf überlegen, wie lange ich in Zukunft benötige, um meine Filme rendern zu lassen.

Ich habe sehr viel gelernt. Auf jeden Fall genug, dass ich mir vermutlich nie wieder einen fertigen Computer kaufen werde, sondern meine nächsten Computer selbst zusammen stellen und schrauben werde.

Verweise zum Thema

CPU-Temperatur auslesen: Wie heiß darf ein Prozessor werden?

https://www.computerbase.de/2017-05/cpu-temperatur/#abschnitt_intelcpus

Wie warm darf ein PC-Prozessor werden?

https://www.heise.de/ct/hotline/Wie-warm-darf-ein-PC-Prozessor-werden-2056597.html

CPU-­Wegweiser 2020

https://www.heise.de/select/ct/2020/7/2000809335481727795

Warum Chips altern und was man dagegen tun kann (Nur für c’t Plus-Abonnenten)

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Warum-Chips-altern-und-was-man-dagegen-tun-kann-4328002.html

CPU-Leistungsaufnahme: Was „TDP“ bei AMD und Intel aktuell bedeutet

https://www.computerbase.de/2018-08/cpu-tdp-verbrauch-amd-intel/

Der perfekte Airflow

https://hardware-helden.de/der-perfekte-airflow/

4 Kommentare

  1. Noch ein paar Anmerkungen.

    Auch AMD hat Prozessoren mit integriertem Grafikchip.
    Nennen sich APUs. Da gabs bisher 4 Kerner mit 8 Threads. Z.B. den Ryzen 5 3400G (Picasso),
    neu bis zu 8-Kerne, bisher nur im Notebook (z.B. Ryzen 7 4500U, Renoir). Auch die haben eine Videoeinheit um Videos zu Encodieren, Decodieren.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Video_Coding_Engine

    Dann Nutzung der GPU Hardware zum Encodieten geht bei Magix nur in der teuren Pro X Variante.

    Ich finde es nicht sinnvoll einen modernen Rechner mit so leistungsstarken Komponenten ganz ohne Gehäuseblüftung betreiben zu wollen. Das war schon immer Quatsch.
    Das Zeug wird alles unnötig warm und lebt schlicht nicht so lange. Mit ordentlichen Lüftern und genug davon ist es ohne Weiteres möglich 120-140mm Lüfter mit 300-400 RPM im Idle zu betreiben, die man schlicht nicht wahrnimmt, da spielt es dann auch keine Rolle ob sich noch was dreht.
    Sieh dir die Arctic P14 PWM PST an, haben 10 Jahre Garantie und extrem leise Lager.

    Schon der kleineste Luftzug hilft.
    Und das war auch der Fehler beim rein passiven Silentmaxx System, passiver Klotz auf der CPU
    aber keinerlei Gehäusebelüftung. Wo soll die Wärme der CPU und GPU auch hin als sich im Gehäuse zu sammeln.

  2. Hallo Marcel,

    danke für Deinen Kommentar und die Infos zu AMD und Magix. Das ist der erste konkrete Hardware-Hinweis bei einem Magix Programm für mich!

    Wenn die AMD-CPUs mit eingebauter Grafik aber nicht unterstützt werden, bringt es halt trotzdem nichts. Ich weiß nur, dass QuickSync von manchen Programmen verwendet wird.

    Die Arctic Ventilatoren werde ich mir merken. Wenn ich die ersten Lagergeräusche wahr nehme, kaufe ich mir die dann nach.

    Gruß

    Thomas

  3. Hi,
    interessanter Artikel.
    Ich kenne das Problem, da ich seit etwa 25 Jahren meine PCs selbst zusammen baue. Meine neusten verwenden auch verschiedene AMD Ryzen CPUs.
    Meine Erkenntnis aus all den PCs ist nie den größten aus der aktuellen Familie zu kaufen, sondern einen aus dem Mittelfeld – z.B. aktuell den Ryzen 3700X. Da bekommt man das beste Performance / Verlustleitung / Kosten Verhältnis. Bei den größten aus der Familie gehen die Hersteller immer an das technische Limit und man bekommt dafür unnötig hohe Verluste und Kosten.
    Schönen Gruß
    Dan

  4. Hallo Dan,
    vielen Dank für das Lob! Was das Kosten-/Nutzenverhältnis betrifft hast Du natürlich recht. Aber ich wollte viele Kerne und eigentlich ist der 3950X ja der beim Binning erfolgreichste Mikroprozessor. Nur bei ihm funktionieren alle 16 Kerne und er kann von allen Ryzen der Zen 2 Serie am höchsten getaktet werden. 🙂
    Gruß
    Thomas

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