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Arc B390: Viel Dampf, viele Fragezeichen

Starkes Debüt. Aber drei Spiele sind eine nette Demo, kein Benchmark-Framework. Zumal XeSS 1.3 „Quality“ inzwischen „Balanced“ heißt, während auf der GeForce DLSS Quality lief und bei SotTR sogar XeSS 1.1 – das ist eher Code-Path-Bingo als sauberer A/B-Vergleich. Solche Preset-Mischungen können locker zweistellige Prozentpunkte verschieben.

Der große Elefant im RAM: LPDDR5X-9600 vs. 7500 (max. 8533 freigegeben) bedeutet bis zu ~30 Prozent mehr Speicherbandbreite für Intel. Bei iGPUs, die sich den Hauptspeicher teilen, ist Bandbreite oft die harte Währung. Wer hier Äpfel mit Äpfeln vergleichen will, testet mit identischer RAM-Konfiguration oder zeigt Skalierungskurven über den Speichertakt.

65 Watt TDP sind die Halo-Spielwiese. Spannend wird’s bei 20–35 Watt, wo viele Ultrabooks landen. Da trennt sich Marketing-Slide von Kühlsystem-Realität: Wie sieht die FPS/W-Kurve aus, wie stabil ist das unter Dauerlast, wie stehen Frame-Pacing und Shader-Cache-Hits? Arc war historisch empfindlich bei Treiberpfaden und Shader-Kompilierung; Xe3 kann das verbessern, muss es aber erst langfristig unter Beweis stellen.

Architektonisch klingt die B390 mit 12 Xe-Clustern aus TSMC-Fertigung nach ernstzunehmender iGPU – endlich. Aber wenn nur drei „X“-SKUs liefern und der Rest mit 4 Clustern kommt, bleibt das neue Niveau ein Nischen-Feature. Preis, Verfügbarkeit und OEM-Setups (TDP-Limits, Kühler, RAM-Bestückung) werden über den Alltagsnutzen entscheiden.

Fazit: Der Fortschritt ist real, nicht nur Folienakrobatik. Für „RTX-4050-ähnlich im iGPU-Land“ braucht es jetzt aber neutrale Tests: gleiche TDP, gleiche RAM-Bandbreite, gleiche Upscaler-Presets, mehr Spiele, dazu Messungen im Akkubetrieb. Bis dahin: vielversprechend – mit Sternchen.

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