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Parcours 2026: Sauber aufgesetzt, mit kleinen Sollbruchstellen

Gut, 2026 bringt offenbar mehr Benchmarks als neue GPUs. Umso besser, dass der Parcours modernisiert wurde: mehr HW-Raytracing, aktuelle Treiber, klar dokumentiertes Upsampling und die sinnvolle Entscheidung, DLSS 4.5 außen vor zu lassen. Das Markieren von FSR-3.1-Fällen ist Pflichtprogramm und hier vorbildlich gelöst.

Die Standardisierung auf Super-Resolution ist praxisnah, verschleift aber Architekturunterschiede. „Gleiche Renderauflösung“ heißt nicht „gleiche Bildqualität“ – gerade DLSS 4 vs. FSR 4.1. Vorschlag: Zusätzlich stets einen nativen TAA-Baseline-Lauf (pro Auflösung) sowie eine Bildqualitäts‑Einordnung pro Titel. Ray Reconstruction „wenn vorhanden“ einzuschalten ist realistisch, aber asymmetrisch; ein zweiter Lauf mit einheitlicher Feature-Matrix (RR aus) würde Vergleichbarkeit erhöhen.

Das Testsystem ist sinnvoll gewählt: 9800X3D, ReBAR an, VBS/HVCI an (realistische Windows-11‑Bedingungen, auch wenn’s einzelne GPUs minimal kostet). DDR5‑6000 liegt im Sweet Spot, 2×24 GB unkritisch. Wichtig bleibt, CPU-Limits bei 1080p offen zu legen und primär 1440p/4K zu gewichten. Bitte durchgehend Frametime-Statistiken (p99/p99.9), Shader-Precompilation-Status und UE5‑Stutter-Handling ausweisen – FPS‑Mittelwerte sagen 2026 allein zu wenig.

Treiber‑injektiertes Upsampling ist legitim, aber bitte pro Titel kennzeichnen (nativ vs. injiziert), da Overhead und Stabilität differieren können. Der Fokus auf High-End‑Settings ist nachvollziehbar; gut, dass ein separates Low-End‑Stück folgt – dort gehören reduzierte Presets und ggf. native Läufe hinein.

Unterm Strich: methodisch stark, fairer als viele Parcours da draußen. Mit nativen Baselines, einer konsistenten Feature-Parität und harten Frametime‑/IQ‑Belegen würde daraus ein Referenzwerk. Angesichts der Flaute bei Neuvorstellungen gilt: Wenn keine neuen Karten kommen, ist ein guter Parcours die beste Karte.

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