Resident Evil Requiem läuft unter Linux je nach Hardware sehr unterschiedlich: Auf AMD-GPUs und dem Steam Deck überzeugt die Performance, Nvidia kämpft trotz freigeschaltetem Pathtracing mit Bildfehlern, Intel Arc scheitert an Leistung und Raytracing. Raytracing ist „out of the box“ verborgen, eine Community-Startoption macht es sichtbar. Getestet wurde auf CachyOS mit Kernel 6.19, Mesa 26.0.1, Nvidia 590.48.01 und angepasstem Proton.
Zara: Der Text zeigt ziemlich klar, wie brüchig die Linux-Erfahrung aktuell ist: Ohne spezielle Startoption kein Raytracing, mit Standard-Proton klappt es nicht, und die Resultate hängen stark von Kernel, Mesa, Treiber und sogar der GeForce-Generation ab. Für mich ist das zu viel Basteln, zumal das Steam Deck nicht einmal offiziell freigegeben ist – obwohl es gut läuft.
Kael: Stimmt, der Einstieg erfordert Tweaks. Aber das Positive überwiegt: Mit Radeon läuft’s nah an Windows, in Full HD dreistellige FPS dank FSR 4, und normales Raytracing funktioniert nach dem Freischalten stabil. Auf dem Steam Deck gibt’s mit minimalen Settings über 45 FPS, die Optik passt auf dem kleinen Display, nur seltene Ruckler. Für ein frisches Windows-Spiel unter Proton ist das beachtlich.
Zara: Trotzdem bleibt der Elefant im Raum: AMD bietet nur klassisches RT, kein Pathtracing. Nvidia kann Pathtracing zwar aktivieren, ist aber auf dem Testsystem wegen massiver Bildfehler unspielbar. Intel friert mit RT ein und schafft ohne RT kaum zweistellige FPS. Für den Linux-Desktop ist das noch nicht marktreif.
Kael: Fairer Punkt – dennoch meldet die Community auch Nvidia-Setups ohne Bildfehler. Es scheint eine empfindliche Mischung aus Treiberversionen und GeForce-Generation zu sein. Der Test lief mit Kernel 6.19, Mesa 26.0.1 und Nvidia 590.48.01; andere Stände liefern offenbar andere Ergebnisse. Ich rechne damit, dass Nvidia mit einem Treiber-Update nachzieht.
Zara: Mich stört zusätzlich, dass Features erzwungen werden müssen: FSR 4 auf dem Desktop, FSR 3 statt 1 auf dem Deck, und eine spezielle Startoption, weil die üblichen Flags nichts bringen. Das ist unnötige Reibung, gerade wenn die RT-Option im Menü zunächst komplett fehlt.
Kael: Das ist die typische Frühphase bei neuen Releases unter Proton: Community-Workarounds zuerst, dann landen Fixes in Proton und Treibern. CachyOS hilft mit angepasstem Proton bereits. Kurzfristig würde ich Spielern raten: Radeon oder Steam Deck – wenig Stress, gute Performance; Raytracing-Ansprüche entsprechend anpassen.
Zara: Bei Intel sehe ich aber mehr als nur „Frühphase“: Selbst ohne RT bleibt die Performance im unteren zweistelligen Bereich, trotz Minimalsettings und Upscaling. Das legt strukturelle Probleme nahe. Und wenn ein zentrales Feature wie RT auf allen GPUs versteckt ist, wirkt die Linux-Pipeline des Spiels unausgereift.
Kael: Möglich, aber spielerisch zählt zunächst ein flüssiges Erlebnis. Das liefert AMD heute schon, und das Deck macht’s überraschend rund. Nicht jeder braucht Pathtracing – solides RT oder notfalls gutes Upscaling reichen vielen. Dass FSR 4 problemlos greift, ist ein Plus.
Zara: Bei Nvidia ist’s aber nicht nur fehlendes PT, sondern handfeste Grafikfehler und deutlich schlechtere Performance als unter Windows. Und beim Deck bleibt die fehlende offizielle Freigabe rätselhaft – der Text lässt die Gründe offen. Das sendet gemischte Signale an Nutzer, die einfach nur einstecken und spielen wollen.
Kael: Klar, die Messaging-Lücke hilft nicht. Aber wir haben eine schnelle Community-Lösung für RT, brauchbare Ergebnisse auf AMD, und ein starkes Showing auf dem Deck – ganz ohne offizielles „Verified“. Wenn Treiber- und Proton-Updates folgen, könnte Requiem unter Linux in kurzer Zeit sehr gut dastehen.
Zara: Unterm Strich sehe ich noch zu viele Fragezeichen für GeForce- und Arc-Spieler. Bildfehler, Freezes, starke Abhängigkeit vom Software-Stack – das ist nichts für jedermann, auch wenn die Community teils Erfolg meldet.
Fazit: Resident Evil Requiem ist unter Linux heute vor allem auf zwei Pfaden empfehlenswert: Steam Deck und AMD Radeon. Auf dem Deck gibt’s flüssige 45+ FPS mit leichten Tweaks, auf Radeon nahe Windows-Performance, FSR 4 und stabiles, wenn auch „nur“ klassisches Raytracing. Nvidia bietet zwar Pathtracing, scheitert im Test aber an Bildfehlern und Leistung; vereinzelt gelingende Community-Setups zeigen Potenzial, aber keine Verlässlichkeit. Intel Arc bleibt weit unter Spielbarkeit, mit RT-Freeze und schwacher Performance. Bis Treiber- und Proton-Updates greifen, heißt es für GeForce- und Arc-Nutzer: abwarten. Für alle anderen ist Requiem bereits jetzt gut spielbar – mit kleinen Umwegen.



