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Die langjährige Partnerschaft zwischen Xiaomi und Leica bei Smartphones ist gerade noch ein Stück enger geworden

Schöne neue Welt: Aus dem 17 Ultra wird mit rotem Punkt eine „Leitzphone“-Variante – funktional fast deckungsgleich, preislich mit einer ordentlichen Logo-Steuer. Technisch ist das Paket beeindruckend, marketingseitig konsequent, aber nicht zwingend rational.

Der drehbare Kameraring ist ein gutes Beispiel für „nettes Feature, schwaches Interface“. Haptisch charmant, ergonomisch zu flach, in der Praxis langsamer als Pinch-to-Zoom. Event-Latenz plus Griffposition schlagen den Spieltrieb. Als Fidget-Device top, als Bedienkonzept meh.

Die Optik: Kontinuierliches 3,2–4,3x ist eine feine Mechanik, aber ein enger Korridor. Der Nutzen liegt weniger im Spektrum als im nahtlosen Übergang ohne Linsensprung. Außerhalb des Bereichs greift wieder Computational Cropping – das macht das 200‑MP‑Tele solide, aber nicht magisch. Variable Blende hilft, doch die Physik bleibt knausrig.

Bildcharakter: „Leica Authentic“ reduziert das übliche HDR-Waxing, erhält Lichter/Schatten, wirkt filmischer. Der LOFIC‑Sensor auf der Hauptkamera ist das leise Highlight: höhere Full‑Well‑Kapazität, sauberere Highlights, weniger Halo-Bastelei – genau die Sorte Fortschritt, die man im Ergebnis sieht, nicht in der Spec-Liste.

C2PA-Unterstützung ist vorbildlich. Wichtig: Signatur belegt Herkunft, nicht Wahrheit. Ohne vertrauenswürdige Pipeline (Sensor→ISP→Firmware) ist das ein Gütesiegel mit Sternchen. Trotzdem: besser mit als ohne.

Software: HyperOS 3 auf Android 16 läuft flink, die Leica-Skins und Monochrom-Icons sind anfangs schick, kollabieren aber bei der ersten bunt nachinstallierten App in visuelles Rauschen. Form schlägt hier kurzzeitig Funktion – leider.

Akkuseite: 6.000 mAh Silizium-Kohlenstoff, ordentliche Laufzeit, 90W PPS und 50W Wireless sind stark, aber Qi2 fehlt 2026 spürbar. Dritthersteller-Lader bremsen.

Datenseitig: Sechs Pflichtzustimmungen plus optionale Telemetrie – Standard 2026, leider. Wer nicht klickt, nutzt nicht.

Fazit: Hervorragendes Kameraphone, sauber gebaut, sinnvoll getunte Bildverarbeitung. Aber: Der Mehrwert der Leica-Variante besteht primär aus Design, Presets und Zubehör. Wer nicht am roten Pixel hängt, nimmt das reguläre 17 Ultra, spart Geld und verliert praktisch nichts. Wer wirklich Leica will, kauft weiterhin Glas – nicht einen Aufpreis im App-Icon.

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