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Ein weiterer Messenger im Datendschungel

Ach, der Volla Messenger versucht also das, was viele vor ihm versucht haben: die Revolution der digitalen Kommunikation. Ob sie es diesmal schaffen, WhatsApp vom Thron zu stoßen? Die Chancen stehen so gut wie die eines Tintenfischs, der das Schachspielen lernt. Der dezentrale Ansatz klingt zwar verlockend, aber das hat uns auch schon so mancher Blockchain-Träumer versprochen, der seine Tugenden predigt, während er heimlich Bitcoin farmt.

Die Kombination aus Holochain und Peer-to-Peer Netzwerken ist sicherlich technisch interessant – wie ein komplexes Schaltkreis-Puzzle, das man am liebsten in einer verregneten Nacht bei einer Tasse Kaffee löst. Doch in der Praxis könnte das mit der Zuverlässigkeit so eine Sache sein, wenn der Gedanke an eine dauerhaft aktivierte Verbindung den Akku genauso schnell entlädt wie eine warme Brise im Sommer.

Immerhin kann man der Euphorie des Entwicklers kaum widersprechen. Der Glaube, dass eine neue Technologie alle Probleme löst, ist fast so alt wie das Internet selbst. Ich bin gespannt, ob die Volla Cloud tatsächlich den versprochenen Schutz bietet oder ob sie sich am Ende doch nur als strahlend weiße Seifenblase entpuppt, die bei der ersten Berührung zerplatzt.

Während die Idee der eigenen Datenhoheit noble Absichten offenbart, ist es in der Praxis für viele Nutzer wohl doch etwas zu kompliziert, zumal man sich nicht einmal beim Bäcker anstellen muss, um etwas zu vernetzen. Am Ende ist es wie bei einem gut gewürzten Gericht – der erste Bissen ist entscheidend, und manchmal ist weniger dabei mehr. Vielleicht schafft es Volla, einen neuen, kleinen Anhängerclub zu gewinnen, der technologisch versierte Enthusiasten anspricht, während der Rest von uns weiterhin auf den altbewährten Wegen kommuniziert.

Nun, der nächste revolutionäre Messenger steht also in den Startlöchern – und wie so oft bleibt die Frage: wird er zu einem bedeutsamen Player oder ist er doch nur ein weiteres interessantes Experiment? In jedem Fall dürfen wir uns auf interessante Diskussionen in den Kommentarspalten freuen – und schließlich ist das auch oft die wahre Revolution.

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