Bonneville Salt Flats

01.07.2024, Comfort Suite Airport Hotel

Auch das Aufwachen im Welcome Station RV Park ist schön. Ich koche Kaffee und wir frühstücken Reste hinter dem Van sitzend mit Blick auf den schönen Garten mit den alten Bäumen. Da wir gestern etwas mehr Kilometer gefahren sind als ursprünglich geplant, können wir uns heute etwas Zeit lassen. Bevor wir fahren machen wir noch einen Spaziergang durch den RV Park und freuen uns, dass wir den gefunden haben. Wo wir jetzt schon nach Salt Lake City müssen, schauen wir noch einmal nach was es Interessantes dort geben könnte. Dabei fällt mir ein dass ich schon als Kind von Rekordjagden auf Salzseen gelesen habe. In der Wikipedia findet Ihr mehr darüber.

Eine kurze Internetrecherche ergibt die ‚Bonneville Salt Flats‘, die wir als erstes Ziel für den Tag eingeben. Vom Welcome Station Park ist es nicht weit und nach etwas über einer Stunde sind wir schon da. Dafür ist es jetzt nach Salt Lake City noch deutlich weiter. Flugs sind wir auch schon am Ufer des Sees. Eine riesige und nicht ganz saubere weiße Fläche breitet sich vor uns aus. Zum Glück haben sich einige Wolken gebildet, sonst wäre es hier vermutlich gleißend hell. Erst einmal gehen wir zu Fuß auf die Salzoberfläche. In der Ferne kann man ein paar Autos sehen. Ich bin mir nicht sicher ob es klug ist mit dem Van darauf zu fahren, immerhin ist Salz nicht gut für Autos aus Eisen und ich will nicht dass er dadurch schneller rostet. Aber gemäß unseres Dogmas ‚Wir sind nur einmal hier, werden nicht jünger und werden später alles bereuen was wir jetzt nicht gemacht haben‘ fahren wir über einen Absatz und schon sind wir auf dem Salzsee und fahren einer blauen Spur nach, die irgendjemand dort auf die Oberfläche aufgebracht hat. Nach den ersten Metern mache ich erst einmal eine kleine Bremsprobe, denn das Weiß löst uralte Erinnerungen an den verschneiten Vogelsberg aus, auf dem ich mit meinem Ford Capri mit Sommerreifen immer erst einmal getestet habe, was die Schneeoberfläche für einen Grip hat. Aber alles gut, der Grip reicht für annehmbare Beschleunigung und brauchbares Bremsen aus.

Irgendwann mitten auf dem See halten wir an und machen ein paar Fotos. Dabei bemerken wir dass sich in den Radkästen jede Menge Salz angesammelt hat. Auch an ein paar anderen Stellen hat sich Salz festgesetzt. Nicht gut. Und an unseren Schuhen jetzt natürlich auch! Vor dem Einsteigen klopfen wir sie aus und ziehen innen unsere Schlappen an. Aber wir wollen den Ausflug auch noch mit dem Quadcopter filmen und darum fährt Nicole ein paar Kilometer und ich fliege mit dem Quadcopter hinter her.

Anschließend beenden wir den Ausflug auf den Salzsee und fahren auf der blauen Linie wieder zurück und sofort weiter zu einer Waschgarage in der Nähe. Als wir ankommen sieht es dort aus wie bei uns an einer Tankstelle während eines der früheren Winter. Es liegen überall Salzbrocken herum wie früher Schneereste herumlagen. Die Waschgarage scheint also nicht nur von uns Salzseefahrern verwendet werden. Wieder Erwarten lässt sich das Salz gar nicht so leicht mit einem Dampfstrahler lösen und ich muss einige Zeit darauf halten, bis alles wieder entfernt ist. Zumindest soweit ich das sehen kann, denn ich kann leider den Fahrzeugboden nicht genau einsehen. Dafür bin ich anschließend auch mit Salzwasser bespritzt, was sich beim Trocknen in vielen weißen Punkten und Flecken sichtbar macht. Ich fahren den Van ein Stück auf eine Fläche wo kein gelöstes Salzwasser und Salzbrocken sind und wir spritzen mit Wasser aus dem Van unsere Schuhe ab und machen grob Gesicht, Arme und Beine sauber. Dann geht es zu McDonalds zum Mittagessen und weiter nach Salt Lake City.

In Salt Lake City fahren wir erst in einen Walmart und kaufen meiner Frau einen Rollkoffer für den Heimflug, da sie noch etwas mehr mitnehmen will als sie herüber gebracht hat und sie so nicht so nicht die schwere Tasche schleppen muss. Aber für einen Rollkoffer hatten wir im Van keinen Platz. Außerdem hole ich mir noch zwei billige Arbeiterhandschuhe, denn damit kann ich, egal auf welchem Untergrund, Liegestütze machen. Denn ein brauchbarer Untergrund war in der Vergangenheit oft nicht gewährleistet. Und im totalen Dreck möchte ich mich dann doch nicht mit den Händen abstützen. Zum Abendessen gibt es noch schnell zwei Salate und ein Sandwich, welches wir später im Hotel essen werden. Das Hotel entpuppt sich als ganz brauchbar heraus. Und das Auto habe ich per Zufall unter dem Fenster in unserem Zimmer und absichtlich unter einem Baum geparkt!

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