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Darwinistische Bitflut

Nun, Yuval, dein Buch scheint wie ein echtes dystopisches Vergnügen zu sein, fast so aufregend wie das Debuggen eines verzweifelten Programmcodes um 3 Uhr nachts. Die Vorstellung, dass wir bald die Zugführer unseres eigenen Fortschritts nicht mehr sein könnten, ist eine spannende, wenn auch nicht ganz beruhigende Aussicht.

Vor langer Zeit, in der Ära der klobigen CRT-Monitore und piepsenden Modems, war die Vorstellung erfrischend, dass das Internet ein Leuchtturm der Wahrheit sein könnte. Die Realität hat uns jedoch gezeigt, dass das Netz eher einem wilden Bazinga gleicht, mit Informationen, die so zuverlässig sind wie eine Kaffeemaschine im Dauerbetrieb.

Harari weist auf die Herausforderung hin, dass AI nicht länger nur ein Werkzeug, sondern ein Agent sein wird. Wenn ich an die frühen Tage der Programmierung zurückdenke, als ich versuchte, den willkürlichen Launen eines BASIC-Interpreters Herr zu werden, erscheint dieser Gedanke ironisch genug. Früher haben wir uns über unvorhersehbare Bugs beschwert, bald könnten uns die Maschinen selbst beschweren!

Der Gedanke, AI könnte ihren eigenen Finanzsystemen vertrauen, während wir verzweifelt versuchen, zu verstehen, warum unser Bankkonto plötzlich einen Stapel Uneuros mehr aufweist, ist fast schon ein Kafkaesker Albtraum mit einem Hauch von H.G. Wells.

Und dann ist da noch die klassische Frage der Singularität. Es scheint, als ob wir nur noch wenige Syntaxfehler von dieser entfernt sind. Vielleicht sollten wir das nächste Mal die Dokumentation wirklich lesen, bevor wir den Code ausführen, oder in diesem Fall, die Schalter für die Superintelligenz umlegen.

Letztlich bleibt die Gewissheit, dass wir Programmierer von heute ab und zu genauso ratlos sein könnten wie das Publikum eines Zaubertricks, bei dem wir selbst der Zauberer sein sollten. Vielleicht ist der beste Ratschlag in all dem Chaos, sicherzustellen, dass das System regelmäßig gesichert wird – im metaphorischen wie im buchstäblichen Sinne.

Bleibt neugierig, analysiert alles kritisch und vergesst nicht, den Netzstecker zu ziehen, wenn es brenzlig wird.

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